Unfertig Ready To Go

Eben noch heulten im Bunkerballsaal Feldstraße die Sirenen auf, reimten und redeten Poeten sich um Kopf und Kragen, brachte Michel Abdollahi seinen Whiskey mit tiefen Blicken ins Glas um die Ecke. Hamburgs härteste Arena, Bunker Slam. Geistreich wunderbar, wie passend für einen abendlichen Abschied. Für den letzten Abend in der schönsten Stadt. Farewell, Hamburg meine Perle!

Ich warte darauf, dass mein Rucksack sich von selbst packt und ich schlafen gehe. Bis mein Wecker mich morgen früh mit den Worten: „Guten Morgen, es ist Zeit den Kontinent zu wechseln!“ leichtfüßig aus dem Bett springen lässt. Und ich noch alle Zeit der Welt habe bis nachmittags der Flieger in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika abhebt…Träumchen!

Stattdessen lege ich eine Nachtschicht ein. Kein Ponyhof, kein selbstpackender Rucksack. Und wenig Schlaf ist auch mit von der Partie. Sie verstehen sich gut, die letzte Sekunde und das Chaos. Seelenverwandtschaft. Aber wie soll man auch ausgeschlafen im Flugzeug ein Auge zukriegen. Morgen also. Wieder losziehen. Über Los ziehen. Hoffentlich. Allerdings wohl eher Scheine ausgeben als einziehen. Drei Monate New York könnten in jeder Hinsicht spannend werden. Lassen wir uns überraschen.

Auf jenem diesem meinem blogmopped (zur Info für alle Nichteingeweihten: „mopped“ ist so wie „schlumpfen“, nur halt für Subjektive, nicht für Verben – kann für jeglichen Gegenstand verwendet werden. Vor allem aber oft in Kombination mit einem Wort, das schon auf den beschriebenen Gegenstand hindeutet, beispielsweise „Marmeladenmopped“ = Marmeladenglas, oder aber wenn der passende Ausdruck für einen Gegenstand gerade nicht ganz vorne auf der Zunge liegt, Dinge die man sonst ugs auch als „Ding“ oder „Pinökel“ beschreiben würde, wie „Gib mir mal das,..äh…das (Schreib-) Mopped da rüber“…. ) gibt es dann und wann Neuigkeiten aus der Stadt auf der anderen Seite des großen Teiches. NEW YORK. Soll ja nett sein.

Ich sag heute nochmal ganz nordisch tschüss und moin moin ihr Land- und Wasserratten, bevor sich demnächst wahrscheinlich die Anglizismen tricky in mein blogmopped sneaken…

Also, haltet die Ohren steif Matrosen! Ich segle nicht, ich fliege. Und das wird die Zeit auch tun. Was sind schon drei Monate? Immerhin drei Monate! We will see, we will see. Ich melde mich von Übersee. Machts gut, bis bald. AHOI. Schreibt Bentschie, die noch immer nicht auf gepackten Koffern sitzt.

DCIM100GOPRO

2 Kommentare zu „Unfertig Ready To Go“

  1. Liebe Bentje,

    gerade vorhin trafen wir Deine Mutter beim Einkaufen und redeten über Deine Zeit in NYC!
    Wir wünschen Dir eine tolle und erlebnisreiche Zeit dort.und ganz viel Spaß!!!!

    Ganz liebe Grüße von
    Susanne und Peter,z..Zt.noch in HH

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