Wir setzen keine Segel, wenn der Wind aus Ost in die See mit selbem Namen schwatzt. Keine Drachen steigen aus unseren Händen gen Himmel. Und doch ziehen wir uns das Seehundfell über die Ohren, ein Brett, eine Leash – puristisch. Feierabenteuerisch berauscht den Kopf ins salzige Nass getaucht, Windwellen kreuzen quer und rollen. Und inmitten dieses Chaos gluckernde Glückskinder, die Haarsträhnen aus Gesichtern streifen und der nächsten Woge nacheifern. Mittendrin hinausgerissen, im Meer ist nie Alltag – und doch so nah, nur ein kurzer Ausflug aus dem Montag Nachmittag.
Schlagwort: surfen
Wir sind zurück nach Westerland
Westerland/ Sylt, 17.8.2013
Die vergangene Woche kann sich sehen lassen. Samstag Scharbeutz, Sonntag Sylt, Mittwoch Heiligenhafen, Samstag Sylt. Zweimal Ostsee, zweimal Nordsee. Wie ein Rausch erfasst mich der Norden und lässt die Sehnsucht nach Meer nicht abklingen. Wie gut, dass ich momentan Zeit habe dem nachzugeben und mich von Strand zu Segelboot zu Surfbrett zu hangeln. Und wie gut, dass Linschi gerade in Hamburg und ebenfalls Feuer und Flamme für einen Trip nordwärts ist. Schnupperpuppen-Reunion mit Inselgedanken. So sitzen wir gestern bei strahlendem Sonnenschein im Line-up vor Westerland und fragen uns, warum seit unseres ersten Frankreich Surfs sieben Jahre vergehen mussten, bis wir das erste Mal gemeinsam durch die Sylter Brandung paddeln. Und doch keine Spur der Reue darüber, dass wir für diese Erkenntnis so viel Zeit gebraucht haben. Es gibt ja noch die Zukunft und die soll nasser und sandiger aussehen, high five von Board zu Board. Wir brauchen neue Zeiten wie die alten. Und dann spaddeln wir weiter durch die Wellen und stimmen altbekannte Lieder an. Neben uns zwei 12 jährige Jungs, die abgehen wie Schmitts Katze, der eine auf seinem Norden Fish, der andere schon erkennbar Longboarder, wenn er die Hände hinter dem Rücken faltet während er elegant die Welle entlang gleitet. Schmitts Katze befindet sich am Nachmittag auch unter den Teilnehmern der Sylter Sailing Week, denn der Wind frischt auf und die wir sehen die Boote draußen zwischen weißen Schaumkronen mit einiger Geschwindigkeit um die Bojen jagen. „Schmitts Katze “ gefällt uns als Bootsname. Und außerdem basteln wir weiter an der Hängemattencafé-Idee und überlegen Möglichkeiten, an ein Haus am Meer zu kommen. Windwellen hin oder her, wir kommen jetzt jedenfalls öfter nach Westerland! Nach dem Surf gibt es Kaffee von der Creperie am Meer und Fischbrötchen von Gosch. Mit sonnengebräuntem Gesicht und salziger Haut fallen wir am frühen Abend müde und zufrieden in die NOB, die uns wieder Richtung Hamburg bringt. Für solche Tage lohnt sich auch die lange Fahrt.
Fusion von Heavy Metal und Kelly Family: Unsere Strandkorbnachbarn….










