Hitching A Ride

Foto 14.07.15 14 26 07These Germans! Immer und überall sind sie unterwegs….Simona habe ich 2008 schon in Übersee, genauer in Neuseeland, getroffen – als sie mit ihrer Familie im Wohnmobil unterwegs und ich mit Lina work and traveln war. Dieses Jahr reisen Simona und ihr Freund Chris durch die USA. Wie das Schicksal es so will kreuzen sich unsere Wege wieder, fast rein zufällig, es braucht nur ein paar facebook Nachrichten. Die beiden sind auf dem Weg nach New York, die Ostküste hinauf, in ihrem in Iowa gekauften Auto. Mit Campingausrüstung von Stühlen bis Feuerholz und jede Menge Verpflegung im Pappkarton im Kofferraum – ein richtiges Roadtrip vehicle, ich bin begeistert. An diesem Morgen fahren sie um 10 Uhr, pünktlich deutsch, in der Robin Road vor als ich, pünktlich deutsch, gerade reisefertig mit Backpack und Gypsy Hut aus dem Haus trete. Mascha und Dan rasch im Halbschlaf good bye umarmt geht es für mich heute weiter. Chris und Simona fahren mich hoch nach New York, damit ich dort meinen Bus nach Virginia Beach erreiche. Was die geografische Logistik angeht etwas bescheuert, erst 2 Stunden nach Norden, dann wieder 7 Stunden nach Süden, aber so what, dafür bin ich schließlich hier: Unterwegssein. Außerdem kriege ich die beiden ein paar Stunden zu sehen. Sie erzählen von ihrem bisherigen Roadtrip, von dem Autokauf und Simonas Gastfamilie, die sie besucht haben, von Campingplätzen und der amerikanischen Gastfreundschaft, auch von gerade noch fertiggestellten Bachelor- und Masterarbeiten  bevor die Reise losging und unnötig eingepackten Winterpullis. Reisende im Gespräch, ich fühle mich hier auf der Rückbank genau am richtigen Ort.  Um das Verkehrschaos in Manhattan zu umgehen parken wir auf Staten Island und nehmen die Fähre hinüber. Die Skyline versinkt an diesem Nachmittag in Grautönen, die farblos gläsernden Wolkenkratzer lösen sich im Nebel auf. Schauer ziehen über die Bucht und lassen Lady Liberty im Regen stehen. Ohne den Fahrtwind auf der Fähre ist es ekelhaft schwül als wir den Broadway entlanglaufen, mein Rücken nass vom Backpack und die Schultern verkrampft.  Ich muss unbedingt wieder hier raus, keine Stadt mehr, ich will zurueck an den Strand. Nach einem  Abschiedscafe bei, natürlich, Starbucks mache ich mich auf den Weg den Bus nach Virginia Beach zu finden. Die Haltestelle ist nicht mehr als ein unscheinbares Schild in einer Straße, die vom Broadway abgeht. Zu meinem Glück sitzen an der Hauswand bereits einige Leute auf oder neben ihrem Gepäck. Es muss wohl richtig sein. Virginia beach, 7 stunden bus ride, here we go!

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„Miss, you are ready to fly“

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„Miss, you are ready to fly“ leuchtet die Schrift auf dem Bildschirm mir entgegen. Ha, Scherzkeks. Ich habe eingecheckt, so weit so gut. Aber um mich herum liegen Klamotten verstreut auf dem Boden, Häufchenbildung nennt sich das im Fachjargon des Packexperten. Das kommt mit, das da vielleicht, die Sachen von dem Haufen dort drüben müssen wohl oder übel wieder in den Schrank. Stück für Stück siebe ich aus, ein Eliminierungspackgang nach dem anderen bis irgendwann alles in den Rucksack passt. Nach Jahren des Reisens habe ich immer noch nicht dazugelernt, unbelehrbar in Sachen effizienter Packerei. Aber immerhin, jetzt bin ich wirklich ready to fly. 

Die Nacht ist schon lange hereingebrochen. 0:11 Uhr schlägt keine Uhr, aber zeigt das iPhone. In fünf Stunden und vierzig Minuten geht mein Flieger, nur an Schlaf ist heute Nacht nicht zu denken. Viel eher ist nun Zeit, die Banalität des Packens hinter sich zu lassen, den organisatorischen Teil der Reisevorbereitung abzuschließen und sich Höherem zu widmen: der Philosophie des Unterwegsseins. Das bedeutet so viel wie den Gedanken hinter dem Aufbruch Raum zu geben. Warum tue ich das? Viel Geld ausgeben, lange von zu Hause weg sein, mich in die Ungewissheit wagen? Neben mir auf dem Schreibtisch liegt Rolf Potts „Vagabonding. An uncommon guide to the art of Long-term World Travel“ als Untertitel. Mit einem noblen Zitat von keinem anderen als dem weisen Walt Whitman ließe sich diese philosophische Stunde einläuten. In seinem „Song Of The Open Road“ heißt es „From this hour I ordain myself loos’d of limits and imaginary lines, Going where I list, my own master total and absolute, Listening to thers, considering well what they say, Pausing, searching, receiving, contemplating, Gently, but with undeniable will divesting myself of the holds that would hold me.“ Mutig und enthusiastisch, fast kompromisslos. Das erinnert mich daran, dass ich mir auf dem Weg einen Gedichtband von Whitman zulegen sollte, um den amerikanischen Geist des out-of-doors und on-the-road Seins im Gepäck zu haben. Whitman also zur Motivation, als Warnung und Ratschlag nehme ich Eamonn Gearons: „Don’t travel in order to get away from any place. Do it to be wherever you are that night when you go to sleep. And if you are not happy with where you are or what you are doing, it is all right to move on, or just give up and go home.“ Das erinnert mich an Allain de Bottons „Man nimmt sich immer selbst mit auf die Reise.“ Vor allem aber spricht mir Don Blanding aus der Seele:

Double Life

by Don Blanding

How very simple life would be

If only there were two of me.

A Restless Me to drift an roam,

A Quiet Me to stay at home.

A Searching One to find his fill

Of varied skies and newfound thrill,

While sane and homely things are done,

By the Domestic other One.

And that’s just where the trouble lies,

There is a Restless Me that cries

For chancy risks and changing scene,

For arctic blue and tropic green,

For deserts with their mystic spell,

For lusty fun and raising Hell.

But shackled to that Restless Me,

My Other Self rebelliously

Resists the frantic urge to move.

It seeks the old familiar groove

That habits make. It finds content

With hearth and home – dear prisonment,

With candlelight and well-loved books,

And treasured loot in dusty nooks.

With puttering and garden things

And dreaming while a cricket sings

And all the while the Restless One

Insists on more exciting fun,

It wants to go with every tide,

No matter where…just for the ride.

Like yowling cats the two selves brawl

Until I have no peace at all.

One eye turns to the forward track,

The other eye looks sadly back.

I’m getting wall-eyed from the strain,

(It’s tough to have an idle brain)

But One says „Stay“ and One says „Go“

And One says „Yes“ and One says „No“,

And One Self wants a home and wife

And One Self craves the drifter’s life.

The Restless Fellow always wins

I wish my folks had made me twins.

…durch Goethes Feder gesprochen: „Zwei Seelen wohnen, ach! In meiner Brust.“ Eine Ode an Heimweh und Fernsucht, ein Prost auf die endlosen Möglichkeiten, gelobt und verflucht sei die Unfähigkeit zur klaren Entscheidung und die ewige Zerrissenheit. 

Zuletzt habe ich von Lini ein Gedicht mit auf die Reise bekommen. „A good traveler is one who does not know where he is going to, And a perfect traveler does not know where he came from.“ (Lin Yutang) Ich bin mir ziemlich sicher, dass es mir reicht, ein guter Reisender zu sein. Laut Blanding: Ein Restless Fellow auf Zeit, aber dann auch wieder ein Domestic Self. Das Blogmopped wird also für ein viertel Jahr, sprich drei Monate, 12 Wochen, oder 90 Tage, die Farben der amerikanischen Flagge tragen, ich den Backpack und wir gemeinsam tragen die Sehnsucht nach dem Abenteuer, hoffentlich bis an die Westküste und zurück. Keinen Tag länger, bis zum 30. September – was mir der Grenzbeamte bei der Einreise noch mal unmissverständlich klar gemacht hat, „Make sure you leave the country!“. Keine Panik, ich will ja gar nicht bei euch Amis bleiben. Ich will nur mal gucken…

…First stop: New York, New York.

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In between places

„You would like to tote up how many hours you have spent traveling […] but you wouldn’t know how to begin, you have lost track of how many trips you have made in America, have no idea how often you have left America and gone abroad, and therefore you could never come up with an exact or even approximate number to tell you how many thousand of hours of your life have been spent in between places, going from here to there and back, the mountains of time you have given over to sitting in airplanes, buses, trains, and cars, the time squandered fighting to overcome the effects of jet lag, the boredom of waiting for your flight to be announced in airports, the deadly tedium of standing around the luggage carrousel as you wait for your bag to tumble down the chute, but nothing is more disconcerting to you than the ride in the plane itself, the strange sense of being nowhere that engulfs you each time you step into the cabin, the unreality of being propelled through space at five hundred miles an hour, so far off the ground that you begin to lose a sense of your own reality, as if the fact of your own existence were slowly being drained out of you, but such is the price you pay for leaving home, and as long as you continue to travel, the nowhere that lies between the here of home and the there of somewhere else will continue to be one of the places where you live.“

(aus Paul Auster, ‚Winter Journal‘)

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More Festival Snap Shots

2722©gudrun_olthoffVIP reception am Donnerstag, mit Prof Friedrich Ulfers, den Sponsor des FU Preises und Dr Christoph Bartmann, Direktor des Goethe Institutes NYC IMG_3979Martini Time im Superfine in Brooklyn… ich mag diese Oliven nicht. Aber sieht halt gut aus…grace bentje brittany IMG_3989Wir haben da echt ne nette Truppe fuer das Festival gefunden. Lustige Abende, vor allem wenn Drinks gesponsort werden:) IMG_3997 P1050625Book store „PowerHouse Arena“ in Brooklyn, DUMBO (down under Manhattan Bridge overpass) area. Lesung zum Thema „Closed Circuits: Shrunken Dystopias“.P1050640Literary Brunch im Deutschen Haus, NY University P1050635zwischen den Hochhaeusern hat sich die NYU ein paar nette Haeuschen gesichert P1050637Waren schon ein paar Leute da. Es gab Essen umsonst…P1050639Brittany und Grace vom GBO IMG_4059 1903_10151370291484221_1433021994_n 13007_10151370316004221_1533581662_n 387553_10151370286049221_133720880_n„sleeping picture“…after-dinner-fun nach der Lesung419234_10151370286879221_1393959774_n IMG_4062Autorin Ulrike Ulrich, „fern bleiben“ und Grace vom GBO P1050689 P1050653 P1050659 Buchhandlung McNally Jackson in Soho am Sonntag Abend. Lesung zum Thema „Breaking Away: Contemporary Travelogues“ P1050664„Geschickte“ Platzierung der Weinbar in der Buchhandlung McNally Jackson, Soho – direkt vor den Selbsthilfebuechern…P1050668Dustin und Riky vom Goethe Office und GBO P1050680Autor Leif Randt, „Schimmernder Dunst ueber CobyCounty“ (Buchtipp!!!) P1050684 image(c) John Harris image-1(c) John Harris image-3(c) John Harris image-4(c) John Harris 544354_10151370312674221_621125697_n

Festival Neue Literatur

Nach langer Vorbereitung wurde am Donnerstag Abend endlich das Festival Neue Literatur mit einer großen reception im Goethe Institut eröffnet. Sechs deutschsprachige Autoren und zwei US Autoren werden das ganze Wochenende über in Brooklyn und Manhattan Lesungen abhalten und an Diskussionen teilnehmen. Wir haben ordentlich zu tun. Aber bisher läuft alles wie geschmiert. Die erste Veranstaltung am Freitag an der Columbia University, eine Interviewrunde mit Literaturstudenten, war ein voller (im wahrsten Sinne des Wortes) Erfolg. Und dazu wirklich inspirierend. Das Catering ist erstklassig: Wir werden mit Häppchen abgespeist und mit Wein abgefüllt – könnte schlimmer sein. Am Samstag geht es weiter mit einer Lesung und Diskussion zu Dystopien in der Literatur, Sonntag folgt ein literarischer Brunch und danach eine Lesung zu Modern Travelogues. Ein paar Bilder vom Empfang gibt es schon. Weitere folgen nach dem Wochenende.

http://festivalneueliteratur.org/

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Wir haben es in The New Yorker geschafft, das macht schon was her!
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C.U.S.T.O.M.I.Z.E.D.

Ich bin ja nicht so für Materialismus. Und auch nicht shoppingfanatisch oder so. Bisher habe ich mich mehr als zurückgehalten, den Klamottenläden eine ziemlich frostige Schulter gezeigt. Nur leider habe ich kürzlich entdeckt, dass ich mit einer anderen subway Linie um einiges schneller zur Arbeit komme. Und da hat sich auch der Fußweg von der Bahn zum Büro geändert. Bentschie läuft jetzt immer schön den Broadway entlang. Vorbei an Hollister (pff, da ist und bleibt die Schulter eisigst), Zara, Billabong, Urban Outfitters, ja, auch an Victoria’s Secret. Da kann es gar nicht beim Windowshopping bleiben. Und dann war da dieses kleine, bescheidene Schaufenster mit ca. 200 Paar Chucks fein säuberlich aufgestapelt: Converse. Ich wollte wirklich nur mal kurz reinschauen, aber DIE. DIESE SCHUHE WAREN PERFEKT. Oder?

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Und DIE, DIE sind customized. Das kann man in dem store nämlich machen. Sich sein eigenes Muster aussuchen und es draufdrucken lassen. Customizing. Den eigenen Bedürfnissen anpassen. Und ich hatte ein sehr großes Bedürfnis, oh ja! Und jetzt warten wir auf den Sommer. Zumindest auf Tage ohne Schneematsch. Wunderbar. Wunderbest.

Wenn ich schon dabei bin: Hier sind noch ein paar Bilder vom Wochenende. Ich wusste nicht, dass hier Blumenkohl auf der Straße wächst. Da darf dann auch wirklich kein Hund sich drauf, drunter, wo-auch-immer erleichtern. „Please curb your dog“ steht vor jedem kleinen Gärtchen.

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(Ich glaube es ist nicht wirklich Blumenkohl…nur für die Leichtgläubigen unter euch;))

Und dann war ich noch in Europa, gefühlt. In den hohen Hallen einer riesigen Kathedrale. Um genau zu sein in der Cathedral Church of Saint John the Divine in the City and Diocese of New York. Wikipedia sagt:

„Mit 11.240 m² Grundfläche, einem Volumen von 476.350 m³ und einer Länge von 183,2 m ist sie die größte anglikanische Kirche und nach dem Petersdom und der Basilika Notre-Dame de la Paix die drittgrößte christliche Kirche der Welt.“

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Unbedingt Liken auf facebook. Verspricht himmlischen traffic für die Facebookpräsenz. Falls nicht: Sünde und Fegefeuer! Vielleicht gibt es aber die Beichtapp, dann passt alles. Und Beichte ist in der Anglikanischen Kirche auch gar nicht soooo entscheidend: „Alle dürfen; keiner muss; einige sollten.“ Danke, das hat mir auch gerade Wikipedia geflüstert.
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Eine Erinnerung an 9/11, die mir zwar einerseits gefiel, die andererseits aber auch ziemlich unheimlich wirkte.
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Samstag Abend gab es ein bisschen JAZZ in Brooklyn auf die Ohren. Sehr entspannt, in einer netten Location.

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Whole Foods

Sonntag Mittag. Lunchtime.

Ich sitze im Whole Foods Market, einem Supermarkt der Extraklasse. Zum Vergleich: Alnatura ist dem gar nicht so unähnlich, aber Whole Foods ist eben Amerikanisch, also größer! Vor allem aber ökologisch bis auf die letzte Karotte. Hier drinnen schreit alles „Nimm mich – Ich bin bio, öko, organic, sustainable“. Die Wände sind grün, die Tische in der seating area aus „River-Recovered Heart-Pine“ Holz, natürlich! Schilder erinnern an die Recyclingaktivitäten, an composting, clean energy und overnight energy savings. Natürlich gibt es eine „Whole Food Foundation“, eine „green mission“ und den slogan „Whole People – Whole Planet – Whole Food“. Eigentlich ist man schon wirklich ein guter Mensch, wenn man nur hier isst und einkauft. So schlimm ist das alles gar nicht mit dem Planeten und wir tun ja auch schon ganz schön viel. Auch für unsere eigenen Körper – „Victory comes with Vitamins“. Sündenerlass erfolgt mit der Rechnung quasi sofort. Man fühlt sich einfach gut und suhlt sich im eigenen Gutmenschsein. Amen! So oder so ähnlich muss sich die Geschäftsführung die psychologische Reaktion der Kunden vorstellen…

Neben des „normalen“ Einkaufsgeschehens im Untergeschoss, gibt es ausladende Buffettische (Antipasti, Salat, Veggie, Fleisch etc etc) , von denen man das Essen selbst zusammenstellen kann. Auch stehen hier Köche hinter Theken, die einem das Qualityfood direkt verpacken oder aufwärmen. Alles hochwertigst! Whole Foods ist dadurch ziemlich beliebt als breakfast, lunch oder dinner option. Fast wie ein Restaurant. Sieben Tage die Woche, 8 bis 23 Uhr geöffnet. Der Laden ist immer voll, besonders am Wochenende. Familien, einzelne Einkäufer, angehende Autoren (?…so viele Leute schreiben hier etwas, schauen vertäumt oder nachdenklich in die Luft, schreiben wieder…), lernende Studenten – sie alle lassen sich hier für fünf Minuten bis Stunden nieder. An jedem zweiten Tisch wird eifrig in die Tasten des Laptops getippt, an jedem(!) Tisch dann und wann die empfindsame Oberfläche eines Smartphones, iPads oder e-readers gestreichelt. Außerdem ist der Laden für meetups (meet-up.com) ein sehr beliebter Treffpunkt. So saß ich letztes Mal neben einer Gruppe durchschnittlich 60jähriger Amerikaner, die sich zu einem Poetry Meetup trafen und ihre selbstverfassten Gedichte diskutieren.

Zurück zum Essen. Ich habe heute eine Mischung aus Cranberry Couscous, italienischem Gemüse und Fleisch, Thunfischsalat mit Äpfeln und Cashewkernen. Nehme ich eine hässliche grüne, aber wiederverwendbare Schüssel statt eines Pappbehälters für mein Essen, werden mir 15 cent vom Preis abgezogen. Würde das jeder machen, mahnt eine Tafel,  produzierten die USA viel weniger Müll. Ich frage mich kurz, wie Whole Foods dann noch Recycling bewerben könnte und beschließe, dass die braune Pappschachtel auch nicht so schlecht sein kann. Immerhin ist die nicht aus Plastik und mir viel sympathischer als der grüne Hundenapf. Dafür esse ich ja am nachhaltigen Tisch, dessen Holz MINDESTENS 200 Jahre alt ist und irgendwann aus einem Fluss gefischt wurde. Als ich sitze verkündet ein Plakat vor meiner Nase, dass Spargel das Gemüse des Monats ist.  „For the love of vegetables“. Yey! Dann guten Appetit.

Fazit: Auch wenn diese stark betonte, doch irgendwie künstlich wirkende Nachhaltigkeit leicht überwältigend auf meinen hungrigen Magen wirkt: nett ist es hier schon. Und lecker. Und ideal zum people watching und außerdem funktioniert das kostenlose wifi tadellos!

http://wholefoodsmarket.com/whole-foods-market?utm_referrer=

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Getting started…

Ich hab da was vom Anfang gefunden…:)

Das war ein erster Versuch. Ab jetzt kann ich also auch eigene (nicht nur von youtube) Videos auf den Blog laden. Bentschie und das Blogmopped haben dazu ein kleines Upgrade unternommen, weil wir auf weiterhin gute Zusammenarbeit hoffen. Dabei ist auch die wunderbar unkomplizierte Domain http://www.blogmopped.com für uns entstanden (statt des Rattenschwanzes blogmopped.wordpress.com oder .de). Jaja, ist schon fancy dieser virtuelle Aufstieg, wenn auch nicht ganz kostenlos. Das ist wie im wahren Leben…

Wir melden uns demnächst vielleicht schon mit mehr Videomaterial zurück, denn Montauk, Long Island steht auf dem Plan für das lange Wochenende (Montag ist Feiertag in Amerika, Martin Luther King feiert Wiegenfest). WG Ausflug an den Strand. Ahoi !

A weekly note

Eine Woche. So grob. Ich versuche demnächst mal kleinere Häppchen zu servieren. Derweil: Enjoy!

1. Running

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Eintrag Lauftagebuch 07-01-2013:

„Montag morgen. Dritter Arbeitstag. Gott, 05:50 Uhr, ist das dein Ernst? Draußen ist es noch stockdunkel, praktisch Nacht. Im Zimmer ist es eiskalt. Mein Mitbewohner Ron schnarcht durchdringend auf dem Sofa. Alles spricht dagegen jetzt aufzustehen und sich in die Laufsachen zu zwängen. Aber ich spüre, dass der Tag nicht gut werden wird, wenn ich mich in diesem Moment von meinem schlaftrunkenden Selbst überreden lasse nicht zu gehen. Ne Stunde länger schlafen…in ner Stunde bin ich auch nicht wacher. Lieber heute Abend laufen….als ob ich nach der Arbeit motivierter wäre. Scheiße. Also los. Es ist 6:20 Uhr als ich auf Zehenspitzen an der Couch vorbei schleiche. Ich schnüre meine Laufschuhe, vermumme mich mit Schal und Stirnband und trabe los in die Dämmerung, gen Central Park. Zum Glück ist schon etwas los, Und wie. Die Läufer und Hundebesitzer sind die Schlaflosen der Stadt. Heller wird es erst gegen 6:45 Uhr. Über Asphalt, gelegentlich Stock und Stein. Mein Laufguru, Haruki Murakami säuselt mir ins Ohr und alles ist gut. Die Beine sind locker, alles zieht vorbei und der Himmel färbt sich kitschig rosa-blau…“lila Wolken“ klingt auf dem shuffle Modus des iPods an – ohne scheiß, ganz zufällig! Es wird immer voller. Ich laufe 40 min. und biege ab in die 96. Straße. Irgendjemand hat mal gesagt, dass Laufen am Morgen den Tag verlängert. Als ich ins Büro fahre habe ich das Gefühl ich bin schon ewig wach. Und frisch und munter. Wie ein Fisch und geh nicht unter (höhöhö).“

Nach diesem Muster spielen sich einige frühe Stunden ab. Vom Widerwillen zur Beschwingtheit. Warum das alles? Das Training hat begonnen. Das Ziel heißt Hamburg 21.04.2013. Eine fixe Idee, die Karo und ich im Bruchteil einer euphorischen Neujahrssekunde via facebook fällten. Und wo könnte man sich besser auf einen Marathon vorbereiten, als in der Traumstadt vieler 42, 195-Fanatiker…zumindest theoretisch. Ich laufe eigentlich lieber etwas abgeschieden, für mich im Einklang mit der Natur oder sowas kitschiges. Davon bin ich im Central Park allerdings meilenweit (im wahrsten Sinne des Wortes und ich tue mich noch schwer mit der Meilen-KM Umrechnung) entfernt. An Sonntagen könnte man direkt klaustrophobische Anfälle bekommen, weil die New Yorker an Wochenenden die grüne Oase Manhattans regelrecht stürmen. In neonfarbenen Funktionsoutfits ziehen schmächtige size zero Damen stromlinienförmig an mir vorbei, riesige Pulks von Laufgruppen kommen mir rythmisch trabend wie eine undurchdringbare Wand entgegen. Ich springe über die seitliche Absperrung der Asphaltlaufbahn und …weiche einem Hund (Ratte?!) und seinem Frauchen aus, die gerade das Geschäft ihres Lieblings aufsammelt. Selten habe ich so viele Hunde im „Augenblick des Geschehens“ beobachtet. An jeder Ecke, überall, ständig wird einem hier vor die Füße geschi…ich übergebe das Wort an Max Frisch:

„SANITATION:

immer noch erwache ich viel zu früh. Bevor der Alltag losgeht, führen sie ihre Hunde und Hünchen durch die Straßen, halten sich an der Leine, während die Tiere pinkeln oder scheißen. Eine Hundestunde morgens, eine Hundestunde abends. Man muss eben aufpassen, wo man hintritt.“

(Max Frisch, aus „Amerika!“)

Central Park kenne ich also nun schon fast wie die berühmte Westentasche. Vor allem geht es hinauf und hinunter, was die Beine ein wenig strapaziert. Einmal herum auf diesem sogenannten „outer drive“, der Asphaltstraße, sind es ca. 9,7km. Besonders der nördliche Teil, das Harlem Meer, ist ein Traum. Ein großer See von Hügeln gesäumt, die einen ein wenig aus der Flut der Läufer entkommen lassen und das Gefühl von Natur entstehen lassen. Ein Plateau mit Kiefern erinnert mich an Frankreich, an die Seekieferwälder an der Atlantikküste. Eine Alternative zum Park sind die Ufer des Hudson Rivers im Westen. Dort lässt es sich kilometerweit laufen. Nur im Dunkeln ist es dort unheimlich. Deshalb wird das wohl eher das Laufterrain für Wochenenden, denn in der Woche geht ohne Dunkelheit leider gar nix. Winterschicksal. Oh, was mir zum Zentralen Park noch einfällt. Herr Frisch, bitte:

„CENTRAL PARK:

A reliable source has taught me that the famous squirrels are not in fact squirrels, but tree rats. Once there were squirrels here. The tree rats are not reddish like squirrels, but are no less decorative. One can watch them from quite close for minutes at a time, so tame are these tree rats. The main thing that distinguishes them from squirrels is that they destroy squirrels.“

Man lernt nicht aus. Neben Baumratten: Celebrities habe ich übrigens noch nicht getroffen, außer eventuell neulich früh Justin Timberlake. Der kam mir vielleicht entgegengejoggt. Aber es war ja noch ziemlich dunkel. Wer weiß. Eigentlich auch ziemlich egal.

 

2. Working

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Hmm, I skip this section. Ich mache diese kommende Woche mal ein paar mehr Bilder im Büro. Dann erzähle ich was von der Arbeit. Ist ja auch erst eine Woche gewesen, was soll man da erzählen. Aber soweit ist alles gut, die Leute sind nett, ich habe was zu tun, tralala. Demnächst mehr.

3. Reading

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Im Goetheinstitut NY, in dem auch unser Büro ansässig ist, gibt es diese Bibliothek. Fataler Weise. Demnach bin ich Freitag mit einem Stapel Bücher nach Hause gestolpert. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Max Frisch habt ihr bereits zu hören bekommen. Unsympathischer Typ, was das Äußere angeht, aber er hat ne Menge über Amerika geschrieben. Für ne ganze Weile hier gelebt. Und  hat demnach wirklich interessante Dinge über Land und Leute geschrieben. Vor Ort sowas zu lesen ist viel spannender, weil man einiges direkt beobachten kann. Ich sage nur siehe oben, die „scheißenden Hunde“. Und von solchen Wahrheiten schreibt er einiges. Außerdem hat er „Montauk“ geschrieben, was mich auf Long Island und den selbigen Ort gebracht hat. Karo, da fahren wir im April hin. Das äußerste Ende von Long Island.

Tragischer Weise musste ich diese Woche ein Buch beenden, das mir so sehr am Herzen lag wie lange keins. „Beck’s letzter Sommer“ von Benedict Wells klingt noch nach. Macht eins richtig und sucht den nächsten Buchladen. Es ist großartig. Und ich bin traurig, dass es mich nicht mehr in die Bahn und die Cafés, an die Waterfront und ins Bett begleitet. Am liebsten würde ich es weiter mit mir herumtragen. Es ist ein deutsches Buch, ja, aber es hat die erste Zeit hier in New York sehr geprägt.

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4. Chill (mal dein Leben)

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Nach fünf Tagen im Büro und mit reichlich Lesestoff konnte und sollte dieses Wochenende einfach nur lazy werden. Wunderbar gammelig. Ich habe mit meinen Mitbewohnern um die Wette gechillt.

Samstag: ausschlafen, laufen, in den Straßen wandern, lesen, stricken (jaha, ich stricke!! semi-professionell, aber ich stricke!) bisschen Praktikumsbericht, essen, schlafen.

Sonntag: ausschlafen, laufen, food shopping* und Uptown-Rundfahrt im Auto mit Anna und Ron (Harlem, Columbia University, Morningside Heights) essen, schlafen, lesen, essen, schreiben, schlafen.

*aha, kultureller Unterschied: Während die Deutschen sich samstags in den Geschäften drängen und sonntags Familienzeit oder sonstigen, eher weniger materialistisch geprägten Tätigkeiten nachgehen, ist das in New York andersherum. Weil hier auch am Sonntag alles geöffnet hat, nimmt man eher den Samstag für die Familie, Freunde etc und geht sonntags mit viel Begeisterung dem (food) shopping nach. Was es hier für Essen gibt. Und was man dafür ausgeben kann (und es gelegentlich leider tut, überwältigt von ausladenden Käsetheken und gigantischen Kuchenregalen und Obstpyramiden, auf die jeder Pharao neidisch wäre). Himmlisch. So ganz ohne Fastfood.

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Achso, ja, ich habe mir eigenen Café gekauft. Das hilft, schränkt den Starbuckskonsum ein. Es ist nicht leicht, aber das ist Entzug wohl nie. Und Instantcafé mit stümperhaft aufgeschäumter Milch (ich vermisse meinen Aufschäumer!) ist zwar kein vergleichbares Geschmackserlebnis, hilft aber zur Ablenkung.

Und mir ist übrigens bisher nichts passiert, trotz Häuserbrand einen Block vom office entfernt, Grippeausbruch in den USA (man plädiert im Büro dafür sich impfen zu lassen, aber ich glaube ich vertraue auf mein Immunsystem…Panikmache hier!) und Fähren-Crash am Pier 11 (jemand aus dem Büro saß drauf und wurde gleich mal von der ard interviewt – vielleicht hat der ein oder andere es ja im deutschen fernsehen mitbekommen) während der letzten Woche. Gefährliches New York!!

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5. Sleeping


 Ron schnarcht schon wieder auf der Couch. Ein Zeichen, mich auch in die Federn zu betten. Morgen ist schon wieder Montag. Aber das ist okay. Kurioser Weise vergeht die Zeit hier wirklich mal langsam. Warum weiß ich nicht, aber es ist gut so.

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There she goes

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REKORDFAHRT

„Es wird eine der coolsten Seereisen“

31.12.2012 Johannes Erdmann

Während sich die Einwohner von New York auf die große Silvestersause am Times Square vorbereiten, an dem sich etwa eine Million Menschen zum großen Ball Drop versammeln werden, ist die „Maserati“-Crew um Giovanni Soldini heute um 16.45 Uhr (10.45 Uhr Ortszeit) über die Startlinie vor dem Battery Park an der Südspitze Manhattans gesegelt. Der neunköpfigen Crew aus Italienern, einem Chinesen, einem Spanier, einem Amerikaner und dem deutschen Boris Herrmann steht eine kontrasträr ruhige Nacht bevor. Herrmann sagte der YACHT kurz vor dem Start: „Silvester und Party fallen für uns komplett aus. Ich bin schon froh, wenn wir die ersten Tage nicht an Deck einfrieren. Leider ist dies ja kein IMOCA Open 60 mit Cabrio-Cockpit und Autopilot, sondern ein offener Volvo 70. Wir sagen auf französisch ‚punition‘ (dt. ‚Strafarbeit‘, d. Red.). Das ist es, was wir in den ersten Tagen in der Kälte der nördlichen Gefilde erwarten.“

Mehr als einen Monat hatte „Maserati“ in Manhattan gelegen und auf ein perfektes Wetterfenster für den Rekordversuch gewartet. Nun endlich bekam Soldini das grüne Licht für den Start. Ziel ist es, den im Jahr 1848 aufgestellten Rekord für die Reise von New York nach San Francisco so weit wie möglich zu unterbieten. Damals war in Kalifornien Gold gefunden worden und so begaben sich die großen Segelschiffe auf schnelle Fahrt rund Südamerika. Die „Flying Cloud“ schaffte die Strecke in 89 Tagen und acht Stunden. Eine Bestzeit, die mehr als 130 Jahre nicht gebrochen wurde.

Mitte der 80er Jahre gab es dann einige Versuche, die jedoch keinen Erfolg brachten. Schließlich schrieb der Manhattan Sailing Club den „Clipper Challenge Cup“ für die Strecke aus. Im Jahr 1988/89 brach die „Thursdays Child“ den Rekord mit 80 Tagen und 20 Stunden. 1994 setzte Isabelle Autessier die Marke auf 62 Tage und fünf Stunden, bis Ives Parlier im Jahr 1998 die Zeit nochmals aus fantastische 57 Tage und drei Stunden reduzieren konnte. Sein Rekord mit „Aquitaine Innovations“ ist bis heute ungeschlagen.

„Am 31. Dezember loszufahren erinnert mich irgendwie dunkel an ein längeres Rennen mit meinem amerikanischen Buddy Ryan Breymaier“, sagt Boris Herrmann im Interview kurz vor dem Start. Vor genau zwei Jahren war der Oldenburger mit dem Amerikaner an Bord des IMOCA Open 60 „Neutrogena“ zum Barcelona World Race gestartet. Das Rennen beendeten die beiden nach genau 100 Tagen und auf dem fünften Platz. Für diesen Rekordversuch sind sie nun wieder als Crew vereint. „Im Moment ist jegliches vergangene aber kein großes Gesprächsthema“, sagt er weiter, „wir haben etliche Seemeilen und unser geliebtes Kap Horn vor uns. Hoffentlich schaffen wir es schnell bis dorthin und gern auch bis zum Ziel.“ 50 Tage sind sein Tipp. „40 wären ultra spektakulär, das kann ich mir im Moment aber noch nicht vorstellen, dafür müsste wirklich alles perfekt laufen. Eine Zeit gerade etwas unter dem Rekord von Parlier, dann wäre der Soll schon erfüllt.“

Für Herrmann, der bereits zwei Weltumsegelungen unter Regattabedingungen im Kielwasser hat, ist diese Rekordfahrt rund Südamerika ein großes, neues Abenteuer. „Ich bin sehr aufgeregt“, sagt er kurz vor dem Leinenloswerfen. „Komisch, denn beim letzten Rekord mit ‚Maserati‘ von Cadiz zu den Bahamas war ich völlig cool, zu cool vielleicht. Nun haben wir mehr als eine halbe Weltumseglung mit einer ziemlich verrückten Mannschaft vor uns.“ Doch „verrück“ ist vollkommen positiv gemeint, denn man muss wohl ein wenig verrückt sein, um solch ein Abenteuer mitzumachen. „Ich bin mir sicher, dass es eine der coolsten Seereisen wird, die ich jemals unternehmen werde“, sagt Herrmann, „Jedenfalls hat es noch nie so eine schillernde Truppe auf so ein brutales Rennschiff geschafft. Wir treten aber nicht an, um den Vogel abzuschießen, sondern ernsthaft diesen Rekord anzugreifen, den man nicht unterschätzen darf.“

Weitere Infos und Berichterstattung auf maserati.soldini.itborisherrmannracing.com – und natürlich auf YACHT-online.

Quelle: http://www.yacht.de/sport/news/es-wird-eine-der-coolsten-seereisen/a76825.html

 

Bloody freezing…

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Gemeinsam gefroren. Ich kann mich bloß nicht aufplustern…

Ahoi und Farewell

NY zeigt sich maritim. Pünktlich zum Jahresende steht ein Segeltörn ins Haus. Es geht von NYC nach San Francisco. Nicht, dass ich mitfahren würde, aber vor 4 Jahren haben Lina und ich ein Mitglied der Besatzung in Wellington, Neuseeland getroffen. Damals war Boris Herrmann mit seinem Co-Skipper im Rennen einer Regatta, die rund um die Welt führte. Morgen startet das Maserati Boot mit einer 8-köpfigen Besatzung aus der North Cove Marina, westl. Manhattan. Einen ausführlicheren Bericht findet ihr unten.

 

SET OFF IS DUE TOMORROW!

30 dec 2012

Maserati ready to challenge the New York-San Francisco record. Maserati’s departure towards San Francisco is expected tomorrow, on Monday 31st December, around 18pm (Italy time). Giovanni and Maserati’s team are expected to sail 13225 miles by Cape Horn in less than 57 days, 3 hours and 2 minuts (record by Yves Parlier with Aquitaine Innovations).

Boris Herrmann – navigator of Maserati – explains the weather conditions: “We are ready. Everything is prepared to leave tomorrow. Even the inside stacking is sorted and optimized for the upcoming weather: Everything movable in the boat has been stored to the starboard side and aft to help the boats’ righting moment with the expected winds from starboard in the next couple of days. In fact we expect strong westerly winds till the 3rd of january which makes this is a great moment for us to start the big “Gold-Route” – record around America. We plan to start tomorrow (monday) in the morning local time. Once we pass the famous “Ambrose Light Buoy”, the official record start line, it will be 6 pm in Europe.
We will be steering a general course of around 110 degrees – heading southeast – pushed along downwind in 30 to 35 knots and some increasing sea state. What a great way of welcoming 2013! Fingers crossed we wont have ice and snow for the start.
2nd of January we can expect to sail 150 or 200 miles north of Bermuda and getting rolled over by a strong cold front later that same day. At this point we will likely see some gusts up to 40 knots and wave heights up to 5,5 meters. After 3 days of power reaching we will be approaching a high pressure zone with diminishing winds. Already much warmer conditions by then will make forget the coldness of the north.
If everything goes to plan and we make it through the transition zone of the high pressure quickly, we will catch he trade winds at the end of day 5 and pick up speed again this time in much more pleasant conditions.
If the scenario sticks together we will be already close to the equator by day nine: The trade winds are well established and far north. All depends on how we get through the high pressure transition on the 4th/5th january and how we get through the doldrums…”.

Quelle: http://maserati.soldini.it/domani-si-parte/?lang=en

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Optimaler lässt sich kaum auf den Start warten – Liegestelle in der North Cove Marina mit Blick auf die Freiheitsstatue.

Segelrouten

 

NEW YORK – SAN FRANCISCO

The 13225 nautical miles that separate New York from San Francisco via Cape Horn, are an historic route, widely travelled by clippers that were involved in the gold rush starting from the second half of 1800.
The best result of the time was set in 1854 by Flying Cloud, exceptional vessel from the Boston shipyards, that reached San Francisco in 89 days and 21 hours, a record that stood for more than 130 years.
After several attempts by many boats, the 60-foot Thursday’s Child of Warren Luhrs arrived in San Francisco after 80 days and 20 hours in 1989. In 1994, Isabelle Autissier aboard Ecureuil Poitou took 62 days and 5 hours. Then, in 1998, Yves Parlier on board Aquitaine Innovations has dropped to 57 days, 3 hours, 2 minutes. This is the reference record for Giovanni Soldini and his crew who will try to beat it aboard the VOR70 Maserati, from the second half of December 2012.
The overall record in the multihull category belongs to Lionel Lemonchois that made the journey in 43 days and 38 minutes aboard trimaran Gitana 13 in 2008.

http://maserati.soldini.it/cartografia/?lang=en