Bye Bye New York

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Als ich die letzten paar Socken in meinen Rucksack stopfe kriege ich zum dritten Mal heute einen kleinen Wutanfall. Dieses ganze Zeug, warum schleppt man so viel mit sich herum? Und das jedes Mal, auf jeder Reise, bei jedem Aufbruch. Immer die selben Gedanken. Dann fallen mir die Laufschuhe ein, die noch vorne neben der Tür stehen. Und auf der schwarzen IKEA Kommode thront noch meine Kulturtasche. Ich kapituliere, höre auf am zum zerreißen gespannten Reißverschluss meines Backpacks zu zerren und lasse mich rückwärts auf die weiße Bettdecke fallen. Da liegen wir, mein Rucksack und ich und  starren an die Decke. Alles ist unwirklich, weil dreieinhalb Monate niemals hier und jetzt und heute vorbei sein können. Es gibt nichts Absurderes als die Vorstellung, dass ich in viereinhalb Stunden im Flieger sitze. Die Zeit, die Zeit…sie sitzt in der Ecke, neben meinen aussortierten Klamotten und Büchern, und lacht sich ins Fäustchen. Ich wünsche mir meine zeigerlose Wanduhr, damit ihr das Lachen und gleichzeitig das Rennen vergeht. Weder vorwärts noch rückwärts drehende Zeiger soll sie haben, weil sie sich doch immer mit Vergangenheit und Zukunft verbündet. Dabei war ich in den letzten Wochen so gut darin im Moment zu leben. Aber unsere modernen Uhren – iPhones und Handys und Laptops – haben ja doch nur noch digitale Ziffern im Display. Wie könnte man da einfach die Zeiger abnehmen? Irgendwie kriege ich doch alles in den Rucksack, der sicherlich massives Übergewicht hat. Nicht so schlimm allerdings wie mein kleiner Handgepäckskoffer, der an die 15 Bücher in sich birgt. Wenn den jemand wiegt, dann gute Nacht.

Weder als wir das Haus verlassen und durch die Classon Ave, Gates und Franklin Ave laufen, noch als wir am Bahnsteig auf den A train Richtung Howard Beach/JFK warten, als wir in den Airtrain zum Terminal 7 steigen und schließlich am check in meinen (zum Glück nur 21 kg schweren) Backpack abgeben – es fühlt sich nicht wie ein Abschied an. Als würde ich nur mal eben wieder auf einen kurzen, diesmal Air- statt Roadtrip, aufbrechen. Was ich hier gelernt habe? Vor allem Gastfreundschaft und einen Umgang miteinander, der herzlicher und respektvoller kaum sein könnte. Eine Unkompliziertheit, die ich selten vorher erfahren habe. Und wie wichtig und wunderbar Freundschaften sind, die neuen und die alten. Wie man in dieser riesigen Stadt so viele tolle, kreative, aufgeschlossene, hilfsbereite und glückliche Menschen kennenlernen kann, ich muss einen sehr wohlwollenden Schicksalsengel auf meiner Schulter sitzen gehabt haben. Abschied buchstabiert sich hier genauso schwierig wie goodbye. Aber wir haben uns auf ein Ende geeinigt, das „for now“ im Kleingedruckten stehen hat. Jedem Ende wohnt ein Anfang inne. Damit nehme ich meinen Gürtel ab, ziehe meine Schuhe aus und hieve mein Handgepäck,  für dessen Gewicht sich dann doch niemand interessiert, auf das Band des security scans. Goodbye New York City, for now!

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Kulturelle Prägung

Das letzte Wochenende in NYC war von zwei kulturellen Erfahrungen geprägt. Baseball und Skulpturen.

YANKEE STADIUM, Bronx

Freitag Abend stand ein Yankee’s Spiel auf dem Plan. Vor allem Linda, Matti und ich waren ultra gespannt und irgendwie war auch alles wie im Fernsehen als wir da oben auf der höchsten Tribüne standen und über das Stadion blickten. Nur: Das Wetter war nicht ganz so filmreif. Und machte uns dann im Endeffekt auch ein bisschen einen Strich durch die Rechnung. Trotz heißer Schokolade, warmen Chicken Fingers und großen Plastiktüten als Regen- und Windschutz war die Kälte und Nässe dann doch irgendwann übermächtig und wir machten uns knapp vor der Hälfte aus dem Staub. Brrrrr, so kalt!

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STORM KING

Und obwohl sich meine Zeit in NYC mit raschen Schritten dem Ende näherte, mussten wir diesen Sonntag der Stadt nochmal den Rücken kehren. Um der Verschmelzung von Kunst und Natur zu fröhnen, uns dem Kulturellen hingeben. Eine Stunde nördlich von NYC besteht seit den 70ern ein Kunstzentrum, dass  sich auf einem weit ausgedehnten Waldgebiet erstreckt. Skulpturen von groß bis klein in freier Wildbahn. Und wir durften quasi lustwandeln und staunen und frei assoziieren, was uns zum Beispiel ein oranges Metallgestell in Tamponform  sagen möchte. Fast vier Stunden erwanderten wir Wald und Wiese, mit kleinen Abstechern zum Fluss und Ruhepausen auf der Picknickdecke und im Parkcafé. Sehr entspannend und dabei auch noch kulturell wertvoll.

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„The Storm King Art Center in Mountainville, New York is an open air museum which has extended the concept of a „sculpture garden“ to become a „sculpture landscape.“ Founded in 1960 by Ralph E. Ogden as a museum for Hudson Valley painters, it soon expanded into a major sculpture venue with the acquisition of works from the estate of sculptor David Smith.The site is approximately 500 acres (2.0 km2) of meadow and woodland located about an hour north of Manhattan.“ (Wikipedia), http://www.stormking.org/

Auf Roadtrip folgt Boattrip

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So nutzt man connections aus, die man in San Francisco geknüpft hat. Da kündigt sich der heißeste Tag des Jahres an und schon flattert die Möglichkeit zu einem kleinen Harbour Cruise ins Haus, so haben wir das gerne. Matti, den ich aus dem Goethe Institut kenne, war sofort Feuer und Flamme und demnach saßen wir um 17.45 bei Björn von NY Media Boat auf einem alten Militärschlauchboot und schipperten (manchmal auch ein bisschen schneller!) hinaus, Richtung East River und dann zur Freiheitsstatue. Die neidvollen Blicke der Touris auf den großen Booten waren gewiss. Wir VIPs! Bei Chips und Popcorn warten auf den Sonnenuntergang, bis die Silhouette Manhattans in Gold getaucht vor uns lag. Ein (touristisches) Träumchen zum nahenden Ende dieses New York Abenteuers. Perfekt.

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http://nymediaboat.com/

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Bentschie’s Birthday BBQ in a Brooklyn Backyard – so sah es aus am 7.4.2013. Gebührend gefeiert und doch wunderbar unspektakulär, mit reichhaltigem BBQ, kleinem Feuer, Frühlingstemperaturen und ein bisschen Bandmusik. Und vor allem mit so so lieben Leuten. Merci beaucoup, besser hätte der Geburtstag gar nicht werden können.

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Eastcoast Roadtrip mit Karo – Tag 7

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Eigentlich gibt es gar keinen Tag 7 mehr. Wir sind nachts schon nach NY zurückgekommen. Haben beschlossen, dass es sich nicht lohnt nochmal unsere Betten zu bauen. Und dann im übelsten Stau zu stehen, wenn wir am Tag durch Manhattan durch müssen. Demnach haben wir es mit Hilfe von viel Cafe und jeder Menge Snacks noch in der Nacht von Freitag auf Samstag nach NY zurück geschafft. Um half fünf konnten wir in richtige Betten sinken. War anstrengend, hat sich aber gelohnt.

Besser hätte diese Woche gar nicht verlaufen können. Wir sind verzaubert, wie großartig alles gelaufen ist. Nur der car drop off am Samstag rief leichte Aggressivität in Karo und mir hervor, wir waren uns sicher NYC in diesem Moment zu hassen. Ätzender Verkehr. Wir sind eindeutig wieder in städtischen Gefilden. Eine Ewigkeit im Stau gestanden, bei schönstem Wetter. Und dabei ganz dringend mal auf die Toilette müssen. Keine gute Kombi. Aber wir haben uns um Gleichmut bemüht und ihn schließlich wiedergefunden. Denn keiner hatte bei der Mietstation etwas zu meckern. Ratzfatz Auto weg und wir konnten entspannt, erleichtert mit der Bahn zurückfahren. ENDE GUT, ALLES GUT. Nur die Natur geht uns etwas ab. Da aber in NY gerade der Sommer ausbricht – Dienstag erwarten uns 26°C – werden wir u s gleich mal in die zahlreichen Parks begeben und alles grün einsaugen, das sich schon blicken lässt.

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Noch eine kurze Zusammenfassung der Reise. Der Roadtrip in Zahlen sozusagen:

Gesamtdistanz: 2567 Meilen (4131 km)

Benzinkosten: $ 265 (Can you believe it?!)

Autokosten (Miete, Navi, Versicherung): knapp 430 Euro (quasi gleichzeitig Übernachtungskosten)

Staaten durchquert: 11 (New York, New Jersey, Delaware, Maryland, Virginia, North Carolina, South Carolina, Georgia, Florida, West Virginia, Pennsylvania)

Wer hat an der Uhr gedreht?

D.R.E.I. Drei Monate. So lange habe ich es in letzter Zeit selten irgendwo ausgehalten. Ich fange gar nicht erst an, mich über die Zeit zu wundern. Sie verstreicht, natürlich! Und ich habe, naiv wie ich war, zu Anfang geglaubt sie würde hier in New York endlich kriechen statt rennen. Pustekuchen. PusteBLUME. Eis schmilzt, Frühling kommt. Ist Anfang, ist Ende und wieder Anfang und so weiter. Unglaublich aber wahr: Last day at work. 72 Spring Street ist ab heute keine tägliche Anlaufstelle mehr. Time to say goodbye. Thank you guys, I will terribly miss you!!!

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Visitors

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Welcome to New York. KARO und ELLI sind hier. Verrückt. Hier prallen gerade zwei Welten aufeinander. Sehr seltsam. Wunderbar seltsam. „Surreal but nice“, wie Elli treffend aus Notting Hill zitiert. Und dann treffen wir auch noch zufällig zwei Kuwistudentinnen aus Passau auf der Staten Island Ferry. Die sind auch überall… Nach ersten Shoppinganfällen am Broadway gab es für Karo und Elli den perfekten Einstand im Big Apple: Einen wunderbar kitschigen Sonnenuntergang, den wir mit einem spontanen Sprung auf die Staten Island Ferry besiegelten. Sonnenuntergang hin, Mondaufgang und erleuchtete Skyline her, sprich return trip. Der Besuch der beiden und der ferryride liessen mich spontan Parallelen ziehen. Mich daran denken, dass Passau und Manhattan sich in der Tat ein bisschen gleichen. Die (Orts)Spitze, die zwei Flüsse (und die somit inhärente Verwirrung vieler Touristen, an welchem der beiden Ufer man sich denn nun befände). Statt Donau und Inn, Hudson River und East River. Weird. Whatever. Eigentlich kann man den Vergleich auch lassen. War nur so ein Gedanke.

Am Abend mit schweren Beinen zurück nach Brooklyn: Unser Wohnzimmer wird zum Bettenlager, die Heizung ballert auf Hochtouren. Sauna, aber sehr gemütlich. Es gibt Chips, fruchtiges Bier und später noch Peanutbutter-Jam Sandwich. „So American!“. Während wir die Beine hochlegen und unser Bier süffeln, veranstalten Theresa und Jeff eine kleine Bandprobe. Es gibt nichts besseres als Gitarrenklänen und Teresas Stimme vom Sofa aus zu lauschen. Morgen ist Konzert angesagt. Morgen ist außerdem mein letzter Arbeitstag, da muss noch ein Brownie gebacken werden. Nach Singen, Backen und Bier ist uns so warm, dass wir uns nach frischer Nachtluft sehnen. Und es ist Vollmond. Wir schnüren die Laufschuhe und traben über den Asphalt, durch nächtlich leere Straßen. Spingen über Müllsäcke auf Gehwegen und heulen den Mond an. Bis wir Fort Greene erreichen, einen schlossähnlichen Park auf einem kleinen Hügel in Brooklyn. In dessen Mitte eine majestätische weiße Säule vom Mondlicht angestrahlt wird. Ahwooooooo! Ein Hund tollt herum, wir rennen, Stufen hinauf und hinunter, Handstand am Stadtrand.

Der weitere Plan? Morgen Abend also The Choir Diary Konzert in Greenpoint, Brooklyn. Freitag und Samstag Shopping, Sightseeing und co. Und Ostersonntag muss Elli schon wieder in der Flieger, während Karo und ich ein Auto gemietet haben und uns auf einen sechstägigen Roadtrip in Richtung Süden aufmachen. Wohin uns der WInd trägt oder der Highway? Unser Motto heisst bisher noch Spontanität. In wärmere Gefilde hoffentlich, vielleicht sogar die 1000 Meilen bis nach Florida. Mal sehen wie sehr wir unser Sitzfleisch strapazieren können und was uns auf der Strecke noch so über den Weg läuft. Vielleicht landen wir auch in Nashville bei den Country Singers, lassen uns in Virginia Beach an der Küste nieder oder bleiben schon gleich in Washington D.C. hängen. Wer weiß, mal wieder alles offen. Und gerade ist das sehr sehr gut so.

Und ich, ich habe danach dann auch noch ein bisschen mehr Zeit als erwartet. Zehn Tage habe ich drangehängt. Keine Ewigkeit, aber immerhin. Ich kann jetzt einfach noch nicht gehen – dieses Fleckchen Erde ist gerade zu perfekt!

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Team Fridolin

„Hier ist der Start, dort  ist das Ziel. Dazwischen musst du laufen.“ (Emil Zatopek)

Bevor einer fragt: Fridolin ist die Katze eines ehemaligen Mitarbeiters. Warum die in die Geschichte eingegangen ist und ihr Name jetzt auf Team-Tshirts gedruckt wird, don’t ask me. Jedenfalls habe ich den kompletten Freitag Nachmittag damit verbracht, den Balkon mit Sprühfarbe zu verwüsten. Damit ich am Samstag wie Grace, Thomas und Hannah auch im Team Tshirt auflaufen kann. Ein Shirt professionell zu bedrucken, das lassen sich die New Yorker mit $45 aufwärts nämlich teuer bezahlen. Dann doch lieber DIY. Die letzten Tage hat sich der New Yorker Himmel nicht gerade farbenprächtig gezeigt und das gipfelte dann am Freitag in einem grandios ekelhaften Mix aus Schnee und Regen. Demnach war die kreative Bastelsession in Gammelklamotten ganz passend angesiedelt. Als das Mistwetter allerdings abends immer noch anhielt kamen mir leichte Zweifel an der makellosen Wettervorhersage für Samstag, die blauen Himmel und Sonnenschein versprach.

Aber tatsächlich, um 6:15 Uhr heute morgen fiel kein Schnee, es ging die Sonne. Auf! Und ich lief los. Auf der Brooklyn Bridge kitschiger Weise der Sonne entgegen. So ganz ohne Touristenströme zu dieser frühen Stunde. Die Flatbush Avenue hinunter, durch Brooklyn bis zum Prospect Park. Startschuss für den Lauf war um neun, ein 5k‘ race einmal rund um den Park. Mit dem Team Fridolin und Jeff. Vorbei an verschneiten Wiesen, im Einklang mit weißen Atemwolken von der Morgenfrische. Später dann eher Dampfwolken, weil die Sonne höher und der Kurs (an)gestiegen war. Nach einer guten halben Stunde war schon wieder alles passé und wir waren bereit für Frühstück, self-made bei Grace. Zünftig amerikanisch mit to-go Kaffee, Omlette, bacon und doughnuts. Inklusive Musik vom Plattenspieler und in der Gesellschaft von Katze Cleopatra und Hund Scarlett. Ein nicht ganz gewöhnlicher Morgen in Brooklyn, eine ungewöhnlich schöne Art den Tag zu beginnen. Um den Kreis zu schließen setzten Thomas und Hannah mich vor einer Brücke auch wieder ab, diesmal die Manhattan Bridge. Die bietet auch am Tag, wenn die Brooklyn Bridge schon lange von sonnenhungrigen Touristenströmen eingenommen ist, noch jede Menge Platz zum Laufen. Downtown Manhattan queren, durch Menschenmengen in Chinatown, hinüber an den Hudson. Und dann hoch, gen Norden, zurück in die Upper West Side. Und dann erstmal duschen.

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EBM – The Espresso Book Machine

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Keine Höllenmaschine, eine Himmelsmaschine. Ein Traum für jeden self-publishing Enthusiasten. Die Espresso Book Machine. Ich habe versprochen zu berichten. Im unabhängigen Buchladen McNally Jackson in Soho, fünf Minuten von unserem Office entfernt, steht also so eine EBM. Zunächst hat das (leider) nichts mit Kaffee zu tun – den gibt es im McNally Café nebenan. Aber dafür druckt und bindet diese Maschine in Rekordzeit Bücher. Richtige, professionell aussehende Bücher. Das bedeutet jeder kann ein entsprechend formatiertes PDF (es gibt einen DIY formatting guide der alles erklärt) an den Buchladen schicken, die füttern die Maschine mit den Daten und dann geht es los. Die EBM ist im Prinzip nur zum Binden des Buches da. Ein ganz normaler Drucker druckt die Seiteninhalte (schwarz weiß), ein zweiter Drucker druckt den Bucheinband (ggf. farbig vorne und hinten) und alle Seiten werden dann automatisch in die EBM weitergereicht. Die kennt das gewollte Format, stutzt alles zurecht, bindet und spuckt dann schlussendlich das fertige Buch aus. Der ganze Vorgang dauert nicht länger als 5-10 Minuten. Mindestanzahl der Seiten sind 40, maximale Anzahl 800 Seiten. Für ein 100 Seiten Buch sind es ca. $10, die der „Autor“ zahlen muss. Aber McNally bietet auch noch sämtliche Servicepakete an, beispielsweise proof reading, die Präsentation des Buches im Geschäft, online placement, Kontakt zu Lektoren etc. Das kostet dann zwar extra, aber insgesamt ist das Ganze nicht unbezahlbar.

Eigentlich wurde die EBM für print-on-demand entwickelt, sprich um Bücher zu drucken, die so im Buchhandel nicht oder kaum verfügbar sind. So können zB freigegebene GoogleBooks gedruckt werden. Dieses print-on-demand macht allerdings nur noch 5% der Maschinennutzung aus, 95% der gedruckten Manuskripte sind self-publishing Werke. Es ist hier in den USA um einiges normaler als beispielsweise in Deutschland, sich nicht an einen Verlag zu wenden, sondern sein selbstverfasstes Manuskript im Selbstverlag rauszubringen. Dafür ist die Unterstützung von McNally und der EBM großartig, weil man es zumindest schonmal zu einer Präsenz im Buchladen geschafft hat.

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EBM locations

Ich musste dann sofort mal rausfinden, wo es überall diese EBMs gibt. An dieser Karte sieht man, dass es erstens noch nicht viele gibt und dass doch ein erhebliches Ungleichgewicht bzgl des Vorhandenseins von EBM zwischen den USA und Europa existiert. Kulturell kaum verwunderlich – mal wieder ein Ausdruck des ‚American-Dream-Do-It-Yourself‘ Gedankens schätze ich. Sogar Alaska hat eine EBM, in Deutschland geht da hingegen gar nichts. Ich hätte gedacht, dass es wenigstens eine Maschine irgendwo gibt. Neuseeland hat auch keine. Zwei Locations, die unbedingt aufholen müssen… Dafür müsste man vielleicht das self-publishing in Deutschland ein bisschen pushen und eine geschickte Geschäftsidee entwickeln…es scheint, als wäre man damit tatsächlich noch eine Art Pionier, was ja heutzutage meistens unmöglich ist – etwas zu machen, was noch (fast) kein Anderer getan hat. Bedauerlicherweise sind die EBMs nicht gerade günstig. Immer an irgendwelche Druck-, Wartungs- und Nutzungsverträge gebunden. Mit dem start-up Finger schnipsen ist da wohl nciht so einfach. Und dann wird natürlich jede Menge Kritik laut, nämlich dass dann zunehmend der letzte Mist gedruckt werden kann, Druckereien, Verlage und Versandtunternehmen werden überflüssig etc etc.

Trotzdem, irgendwie ist das Ding genial. Man kann auch einen Blog binden lassen…vielleicht  kommen die NY Beiträge ja in ein Buch, da muss ich mal ein ernstes Wörtchen mit McNally reden. Un einen Espresso drüber trinken.

MJ Day

Manche Tage ziehen einfach vorbei, grau und belanglos und dann ist ein Tag wie der andere. Von manchen Tagen aber erwartet man nichts….und bekommt alles. This day will go down in history as Marc Jacobs Day. Zumindest in Goethe und GBO Kreisen.

Ich habe verpennt, dabei wollte ich endlich mal wieder disziplinierter trainieren. Das regelmäßige Lauftraining hat in den letzten zwei Wochen durch SF und das Festival ziemlich gelitten. Um 7.30 schnüre ich also hastig die Laufschuhe, wenigstens eine halbe Stunde. Aber es ist denkbar unentspannt mit der Zeit im Nacken durch den Park zu hasten. Trotzdem fühle ich mich etwas wacher als ich in den B Train steige um zur Arbeit zu fahren. Und irgendwie bin ich tatsächlich früher dran als sonst. Effizienz und Zeitdruck arbeiten gut zusammen. Hätte ich auch noch länger laufen….ach egal. Im Büro kündigt unsere Direktorin Riky an, dass wir am Montag von einer Gruppe chinesischer Publishing Professional Besuch bekommen. Und wir interkulturell Kompetenten (Riky hat im übrigen auch Kuwi in Passau studiert) wollen den Besuchern natürlich etwas bieten. Ich fliege also aus mit dem Ziel Chinatown, das eh gleich bei uns um die Ecke beginnt. Mission: Chinesischen Tee, chinesische Cookies und Fortune Cookies (für uns!) kaufen. Die Sonne kommt raus und ich habe so gar nichts dagegen noch ein bisschen draußen herumzulaufen, anstatt mich gleich an den Schreibtisch zu pflanzen.

Chinatown ist immer einen Ausflug wert. People watching. Und Tiere. Vor mir öffnet ein Lastwagen seine Türen und ich blicke auf zukünftige Mittag- und Abendessen: Schweine hängen von der Decke des Transporters. Uh, vielleicht geh ich doch mal zu dem Vegetarian food festival, das dieses Wochenende in NY stattfindet. An der nächsten Ecke finde ich Glückskekse, stolpere danach in einen chaotischen Supermarkt und wieder über Tiere. Diesmal seafood, aber noch lebendig. Scheren zwicken, Fühler zucken, eine Frau steht vor einem Bündel länglicher Muscheln und betatscht immer wieder ruckartig das hervorquellende helle Fleisch. Ganz überzeugt von der Frische scheint sie nicht zu sein. Ich brauche ungefähr eine halbe Stunde bis ich mich endlich für ein paar Kekse und Cracker entschieden habe. Dieses Angebot überfordert mich. Und hier spricht außerdem kaum jemand Englisch. Da kann ich noch so oft fragen, was Chinesen denn kekstechnisch am ehesten zum Frühstück essen – ratlose Blicke und unverständliche Worte. Ich lächle einfach nur, thank you.

(Hier käme jetzt der Part, in dem ich euch über meine neueste Entdeckung berichte. Denn nach Chinatown musste ich noch in einen Buchladen, um einen Besichtigungstermin für die Chinesen zu besprechen. Aber diese Entdeckung verdient einen eigene Runde auf dem Blogmopped, heißt: es gibt einen separaten Beitrag zum Buchdruck der etwas anderen Art. Großartige Sache, diese Espresso Book Machine. Stay tuned!)

Als ich zurück ins Office komme herrscht eine ungewöhnliche Stille. Kaum jemand hämmert in die Tastatur, niemand telefoniert, überhaupt ist alles wie ausgestorben. Nur ein paar vereinzelte Plätze sind noch besetzt. Und auf meinem Schreibtisch liegt ein schwarz-weiß gestreiftes Armband. Die Empfangsdame schlurft an mir vorbei und weil ich anscheinend etwas verwirrt dreinblicke sagt sie nur: „Go down to 10th floor. Sample sale at Marc Jacobs.“ Marc Jacobs nimmt bei uns im Gebäude so vier bis sechs Stockwerke ein und die Mitarbeiter blockieren ständig den Fahrstuhl, weil sie zwischen den floors hin und her stöckeln(!). Ich lade die gelben Chinatowntüten ab, tüdel mir das Armband um und mache mich auf die rund 10 minütige Reise, um einen Stock tiefer zu kommen. Ab hier endet die Zeitwahrnehmung. Als ich eintrete steckt das halbe Goethe Institut und GBO bis zum Hals in Designerklamotten, wühlt auf Bargaintischen herum, trägt Kleiderbügel von A nach B. Inmitten von gefühlt 200 anderen eifrigen Shoppern. Die Raumtemperatur beträgt circa 40 Grad und animalische Instinkte blitzen aus dem ein oder anderen Auge hervor, zeichnen sich durch so manchen aggressiven und hektischen Handgriff ab. Meins! Das Beste finden! Alles so günstig! Schnell! Lass das bloß hängen, das hatte ich gerade ausgesucht!

Wir verbringen mehr als 2 Stunden im Kaufrausch. Nichts kostet hier mehr als $15. Normalerweise gibt es bei MJ wohl nicht mal einen Schnürsenkel für diesen Betrag. An Arbeit denkt in diesem Moment niemand mehr. Da man hier unerklärlicher Weise nur mit Checks zahlen kann und kaum einer von uns sowas besitzt, kommt kurz Panik auf. Wie sollen wir die ganzen Schätzchen bezahlen? In der Not aber hält man zusammenhalten: Dustin rettet uns. Wir dürfen mit seinem Check bezahlen. Also alles auf eine Rechnung. Die Endsumme ist $660 und das Endergebnis ein gigantischer Stapel Klamotten. Es dauert eine Weile bis man uns an der Kasse abgefertigt hat. Aber das macht nichts. Wir diskutieren über eine Geschäftsidee: Edle Klamotten weit unter dem Normalpreis anbieten, keine Spiegel und keine Anprobemöglichkeiten anbieten. Diese drei Komponenten und voilà, die Leute kaufen wie blöd. Nur sind wir uns noch nicht sicher, wie wir uns eine MJ ähnliche Reputation beschaffen können. Egal, wir sind glücklich. Im Büro geht das Geschnatter weiter, Sachen werden verglichen. Man bestätigt sich gegenseitig wie schön alles aussieht und dass das aber nun wirklich ein Schnäppchen war. Danke Marc Jacobs, du hast uns den Tag im Büro ungemein erträglich gemacht.

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More Festival Snap Shots

2722©gudrun_olthoffVIP reception am Donnerstag, mit Prof Friedrich Ulfers, den Sponsor des FU Preises und Dr Christoph Bartmann, Direktor des Goethe Institutes NYC IMG_3979Martini Time im Superfine in Brooklyn… ich mag diese Oliven nicht. Aber sieht halt gut aus…grace bentje brittany IMG_3989Wir haben da echt ne nette Truppe fuer das Festival gefunden. Lustige Abende, vor allem wenn Drinks gesponsort werden:) IMG_3997 P1050625Book store „PowerHouse Arena“ in Brooklyn, DUMBO (down under Manhattan Bridge overpass) area. Lesung zum Thema „Closed Circuits: Shrunken Dystopias“.P1050640Literary Brunch im Deutschen Haus, NY University P1050635zwischen den Hochhaeusern hat sich die NYU ein paar nette Haeuschen gesichert P1050637Waren schon ein paar Leute da. Es gab Essen umsonst…P1050639Brittany und Grace vom GBO IMG_4059 1903_10151370291484221_1433021994_n 13007_10151370316004221_1533581662_n 387553_10151370286049221_133720880_n„sleeping picture“…after-dinner-fun nach der Lesung419234_10151370286879221_1393959774_n IMG_4062Autorin Ulrike Ulrich, „fern bleiben“ und Grace vom GBO P1050689 P1050653 P1050659 Buchhandlung McNally Jackson in Soho am Sonntag Abend. Lesung zum Thema „Breaking Away: Contemporary Travelogues“ P1050664„Geschickte“ Platzierung der Weinbar in der Buchhandlung McNally Jackson, Soho – direkt vor den Selbsthilfebuechern…P1050668Dustin und Riky vom Goethe Office und GBO P1050680Autor Leif Randt, „Schimmernder Dunst ueber CobyCounty“ (Buchtipp!!!) P1050684 image(c) John Harris image-1(c) John Harris image-3(c) John Harris image-4(c) John Harris 544354_10151370312674221_621125697_n

Festival Neue Literatur

Nach langer Vorbereitung wurde am Donnerstag Abend endlich das Festival Neue Literatur mit einer großen reception im Goethe Institut eröffnet. Sechs deutschsprachige Autoren und zwei US Autoren werden das ganze Wochenende über in Brooklyn und Manhattan Lesungen abhalten und an Diskussionen teilnehmen. Wir haben ordentlich zu tun. Aber bisher läuft alles wie geschmiert. Die erste Veranstaltung am Freitag an der Columbia University, eine Interviewrunde mit Literaturstudenten, war ein voller (im wahrsten Sinne des Wortes) Erfolg. Und dazu wirklich inspirierend. Das Catering ist erstklassig: Wir werden mit Häppchen abgespeist und mit Wein abgefüllt – könnte schlimmer sein. Am Samstag geht es weiter mit einer Lesung und Diskussion zu Dystopien in der Literatur, Sonntag folgt ein literarischer Brunch und danach eine Lesung zu Modern Travelogues. Ein paar Bilder vom Empfang gibt es schon. Weitere folgen nach dem Wochenende.

http://festivalneueliteratur.org/

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Wir haben es in The New Yorker geschafft, das macht schon was her!
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Country, Theater, Bier und die Biege machen

Moin moin, kann man schon sagen. Die Uhr oben rechts auf dem Desktop zeigt 0:32 Uhr. Ich gähne und blicke mich im Zimmer um: Ein einziges Chaos. Der Backpack liegt halb gepackt auf dem Boden, viel zu viele Klamotten. Wie immer. Ich würde jetzt sehr sehr gerne schlafen gehen, aber das ist für heute Nacht nicht eingeplant. Warum? Erzähle ich später. Erst gibt es ein kleines update der vergangenen Tage:

Nachdem wir Nemo also offensichtlich unbeschadet überstanden hatten und auf den sonnigen Samstag auch noch ein überaus schöner Sonntag folgte, endete das Wochenende mit einem Konzert. The Choir Diary, eine vierköpfige Countryband, versorgte uns mit erstklassiger Countrymusik in einem stylischen Westernsaloon in Brooklyn. Die vier sind wirklich großartig.

Gestern morgen wurde unser Büro von Harmonie durchflutet…diese zwei Herren trainierten ihren gleichmütigen Geist auf dem Nachbardach. Das gute Karma zog praktisch durchs offene Fenster zu uns herein. Herrlich. Vielleicht sollte ich doch wieder anfangen zu meditieren. Über den Dächern von NY hat das auch wirklich Stil.

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Inzwischen bin ich übrigens ein richtiger Ami geworden: Ich habe drei Jobs. (Kleiner Witz am Rande, von unserem Englisch Tutor Milosevic: Bill Gates in a public speech: „We have created a lot of jobs in the past“. A man in the front row shouts: „I know Bill, I have got three!“) Neben dem Praktikum im GBO gehe ich also gelegentlich Babysitten bei einer deutschen Familie und gerade habe ich drei Abende im Theater ‚Usher‘ gespielt. Also nicht den Sänger imitiert oder so, sondern  ganz schlicht Karten abgerissen und alte Leute in ihre Sessel platziert. Für das Stück einer österreichischen Schauspielerin, Mercedes Echerer, die zur Zeit eine Woche hier gastiert. Ziemlich lustig und ziemlich gut gespielt…wie man das eben so macht, wenn man in einem EInmannstück 32 Rollen inkl. verschiedenster Dialekte verkörpert. Respekt!
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Ach ja, und dann ist Anton plötzlich in New York aufgekreuzt. Da sagen wir mal wieder „Danke, Facebook“. Ohne den virtuellen Schuppen wären wir nämlich niemals zum beer tasting gekommen. Eindeutiger Favorit: Purple Haze aus Louisiana. Aber das Brooklyn Lager (‚Lychee Bier‘) kann auch was. Dunkles Ale kann dagegen garnüscht.
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image_1360740391032573Organische Drogen….Whole Foods sagt, wenn man eine Kapsel mit dem ersten Drink einnimmt, dann gibts am nächsten morgen keine Kopfschmerzen. Ich war in der Tat sehr fit heute. Da muss ganz viel Placebo Wirkstoff drinnen stecken.

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Es ist 1:37 Uhr. Wenn diese Bettdecke mich nur nicht so anlächeln würde. Aber jetzt noch eine Stunde zu schlafen macht die Müdigkeit eher schlimmer. Ich gehe besser Duschen. Der A train fährt um 3:30 Uhr zum Kennedy Airport. Um 7:30 geht mein Flieger. East to West. Am Montag ist Feiertag  und Donnerstag/Freitag ist diese Woche mal frei. Urlaubstage ausnutzen, d.h. es ist Zeit für eine kleine, inneramerikanische Reise. SAN FRANCISCO, CALIFORNIA. Adieu, ich verkrümel mich in die Sonne.

SCHNE(E)MO

New York ist keine Stadt für alte Leute. Und kein Ort für Leute ohne wasserfeste Schuhe. Liebe Omas, wenn ihr das hier lest (und seht), dann dürft ihr euch nie wieder über den Straßenräumdienst in Deutschland beschweren. Hier wird nämlich maximal für die Autos Schnee geräumt. Fußgänger müssen sehen wie sie zurecht kommen. Bei Ampelübergängen gibt es folgende Optionen: Mit Anlauf über eine Schneemauer springen oder durch ausladende Seen mit oft verheerendem Tiefgang schwimmen. Oder gleich beides. P1040847

Ein Blizzard ist also über uns hinweggefegt. Kleine Wetterlektion von Wikipedia: „Der Blizzard ist ein starker Schneesturm, der hauptsächlich in Nordamerika auftritt. Ein Blizzard entsteht infolge eines kräftigen Kaltlufteinbruchs aus Richtung der Polarregionen. Dabei dringt die polare Kaltluft in Tiefdruckgebieten bis weit nach Süden vor, da auf dem nordamerikanischen Kontinent keine in Ost-West-Richtung verlaufenden Gebirge existieren.

Ein nordamerikanischer Blizzard definiert sich über folgende Erscheinungen:

  • Temperaturen von −6 Grad Celsius oder tiefer
  • hohe Windgeschwindigkeiten ab Windstärke 7 Bft
  • große Mengen an Schnee mit Sichtweite von weniger als 400 Metern
  • Dauer von über drei Stunden“

Letzte Nacht hat der Wind gewütet und jede Menge Schnee in den streets und avenues verteilt. Schon beachtlich was da runtergekommen ist. Nach Notstand hat sich das alles aber nicht angefühlt und heute morgen schien malerisch, entgegen aller Erwartungen, eine wunderbare Wintersonne von einem klaren blauen Himmel. Perfekt für einen WInterspaziergang. Das hat sich so ungefähr die gesamte Bevölkerung New Yorks gedacht und direkt mal den Central Park mit erhobenen Schlitten und Langlaufskiern erobert. Da bot sich wieder das Ufer des Hudson an. Inzwischen habe ich das Gefühl, dass der Park dort noch ein Geheimtipp ist. P1040848 P1040851 P1040852 P1040853 P1040858 P1040860 P1040861 P1040863 P1040867 P1040869 P1040871
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Das Puppy Window. Erste Euphorie…“oh sind die süüüüüß“…


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…zweite Überlegung und mal nachgedacht, Tierhaltung und so…. „Die Armen, bäh:(“

Schnee und Sonne tragen immer Skiurlaubserinnerungen in sich. Uns war nach Hütte zu Mute und dann zeigte die Uhr (das Handy) schon Kaffee und Kuchen Zeit. Das einzig Richtige in diesem Moment: Auf zur Landbrot Bakery, um mit Apfelstrudel den Tag ausklingen zu lassen. Herrlichst.P1040872 P1040873 P1040874

C.U.S.T.O.M.I.Z.E.D.

Ich bin ja nicht so für Materialismus. Und auch nicht shoppingfanatisch oder so. Bisher habe ich mich mehr als zurückgehalten, den Klamottenläden eine ziemlich frostige Schulter gezeigt. Nur leider habe ich kürzlich entdeckt, dass ich mit einer anderen subway Linie um einiges schneller zur Arbeit komme. Und da hat sich auch der Fußweg von der Bahn zum Büro geändert. Bentschie läuft jetzt immer schön den Broadway entlang. Vorbei an Hollister (pff, da ist und bleibt die Schulter eisigst), Zara, Billabong, Urban Outfitters, ja, auch an Victoria’s Secret. Da kann es gar nicht beim Windowshopping bleiben. Und dann war da dieses kleine, bescheidene Schaufenster mit ca. 200 Paar Chucks fein säuberlich aufgestapelt: Converse. Ich wollte wirklich nur mal kurz reinschauen, aber DIE. DIESE SCHUHE WAREN PERFEKT. Oder?

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Und DIE, DIE sind customized. Das kann man in dem store nämlich machen. Sich sein eigenes Muster aussuchen und es draufdrucken lassen. Customizing. Den eigenen Bedürfnissen anpassen. Und ich hatte ein sehr großes Bedürfnis, oh ja! Und jetzt warten wir auf den Sommer. Zumindest auf Tage ohne Schneematsch. Wunderbar. Wunderbest.

Wenn ich schon dabei bin: Hier sind noch ein paar Bilder vom Wochenende. Ich wusste nicht, dass hier Blumenkohl auf der Straße wächst. Da darf dann auch wirklich kein Hund sich drauf, drunter, wo-auch-immer erleichtern. „Please curb your dog“ steht vor jedem kleinen Gärtchen.

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(Ich glaube es ist nicht wirklich Blumenkohl…nur für die Leichtgläubigen unter euch;))

Und dann war ich noch in Europa, gefühlt. In den hohen Hallen einer riesigen Kathedrale. Um genau zu sein in der Cathedral Church of Saint John the Divine in the City and Diocese of New York. Wikipedia sagt:

„Mit 11.240 m² Grundfläche, einem Volumen von 476.350 m³ und einer Länge von 183,2 m ist sie die größte anglikanische Kirche und nach dem Petersdom und der Basilika Notre-Dame de la Paix die drittgrößte christliche Kirche der Welt.“

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Unbedingt Liken auf facebook. Verspricht himmlischen traffic für die Facebookpräsenz. Falls nicht: Sünde und Fegefeuer! Vielleicht gibt es aber die Beichtapp, dann passt alles. Und Beichte ist in der Anglikanischen Kirche auch gar nicht soooo entscheidend: „Alle dürfen; keiner muss; einige sollten.“ Danke, das hat mir auch gerade Wikipedia geflüstert.
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Eine Erinnerung an 9/11, die mir zwar einerseits gefiel, die andererseits aber auch ziemlich unheimlich wirkte.
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Samstag Abend gab es ein bisschen JAZZ in Brooklyn auf die Ohren. Sehr entspannt, in einer netten Location.

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Whole Foods

Sonntag Mittag. Lunchtime.

Ich sitze im Whole Foods Market, einem Supermarkt der Extraklasse. Zum Vergleich: Alnatura ist dem gar nicht so unähnlich, aber Whole Foods ist eben Amerikanisch, also größer! Vor allem aber ökologisch bis auf die letzte Karotte. Hier drinnen schreit alles „Nimm mich – Ich bin bio, öko, organic, sustainable“. Die Wände sind grün, die Tische in der seating area aus „River-Recovered Heart-Pine“ Holz, natürlich! Schilder erinnern an die Recyclingaktivitäten, an composting, clean energy und overnight energy savings. Natürlich gibt es eine „Whole Food Foundation“, eine „green mission“ und den slogan „Whole People – Whole Planet – Whole Food“. Eigentlich ist man schon wirklich ein guter Mensch, wenn man nur hier isst und einkauft. So schlimm ist das alles gar nicht mit dem Planeten und wir tun ja auch schon ganz schön viel. Auch für unsere eigenen Körper – „Victory comes with Vitamins“. Sündenerlass erfolgt mit der Rechnung quasi sofort. Man fühlt sich einfach gut und suhlt sich im eigenen Gutmenschsein. Amen! So oder so ähnlich muss sich die Geschäftsführung die psychologische Reaktion der Kunden vorstellen…

Neben des „normalen“ Einkaufsgeschehens im Untergeschoss, gibt es ausladende Buffettische (Antipasti, Salat, Veggie, Fleisch etc etc) , von denen man das Essen selbst zusammenstellen kann. Auch stehen hier Köche hinter Theken, die einem das Qualityfood direkt verpacken oder aufwärmen. Alles hochwertigst! Whole Foods ist dadurch ziemlich beliebt als breakfast, lunch oder dinner option. Fast wie ein Restaurant. Sieben Tage die Woche, 8 bis 23 Uhr geöffnet. Der Laden ist immer voll, besonders am Wochenende. Familien, einzelne Einkäufer, angehende Autoren (?…so viele Leute schreiben hier etwas, schauen vertäumt oder nachdenklich in die Luft, schreiben wieder…), lernende Studenten – sie alle lassen sich hier für fünf Minuten bis Stunden nieder. An jedem zweiten Tisch wird eifrig in die Tasten des Laptops getippt, an jedem(!) Tisch dann und wann die empfindsame Oberfläche eines Smartphones, iPads oder e-readers gestreichelt. Außerdem ist der Laden für meetups (meet-up.com) ein sehr beliebter Treffpunkt. So saß ich letztes Mal neben einer Gruppe durchschnittlich 60jähriger Amerikaner, die sich zu einem Poetry Meetup trafen und ihre selbstverfassten Gedichte diskutieren.

Zurück zum Essen. Ich habe heute eine Mischung aus Cranberry Couscous, italienischem Gemüse und Fleisch, Thunfischsalat mit Äpfeln und Cashewkernen. Nehme ich eine hässliche grüne, aber wiederverwendbare Schüssel statt eines Pappbehälters für mein Essen, werden mir 15 cent vom Preis abgezogen. Würde das jeder machen, mahnt eine Tafel,  produzierten die USA viel weniger Müll. Ich frage mich kurz, wie Whole Foods dann noch Recycling bewerben könnte und beschließe, dass die braune Pappschachtel auch nicht so schlecht sein kann. Immerhin ist die nicht aus Plastik und mir viel sympathischer als der grüne Hundenapf. Dafür esse ich ja am nachhaltigen Tisch, dessen Holz MINDESTENS 200 Jahre alt ist und irgendwann aus einem Fluss gefischt wurde. Als ich sitze verkündet ein Plakat vor meiner Nase, dass Spargel das Gemüse des Monats ist.  „For the love of vegetables“. Yey! Dann guten Appetit.

Fazit: Auch wenn diese stark betonte, doch irgendwie künstlich wirkende Nachhaltigkeit leicht überwältigend auf meinen hungrigen Magen wirkt: nett ist es hier schon. Und lecker. Und ideal zum people watching und außerdem funktioniert das kostenlose wifi tadellos!

http://wholefoodsmarket.com/whole-foods-market?utm_referrer=

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Meet me in Montauk

-M-O-N-T-A-U-K

Der Name dieses Ortes hat mir seit einer kleinen Ewigkeit im Kopf herumgespukt. Irgendwann habe ich ganz willkürlich den Roman aus dem Bücherregal zu Hause gezogen. Absolute Begeisterung vorzugeben wäre Heuchelei. Ich mochte ihn nicht besonders. Nur ein paar wenige Stellen habe ich angestrichen, ein paar gute Gedanken finden sich meistens irgendwo zwischen den Zeilen.  Jedenfalls habe ich Montauk sofort googlemapsen (Anneke, das ist für dich) müssen und weiß seitdem, dass es der so ziemlich letzte Ort auf Long Island ist. Circa 3 Stunden Autofahrt von NY entfernt – bei amerikanischer Geschwindigkeitsbegrenzung zumindest. Dann kam dazu, dass dieser Film – „Eternal Sunshine of the Spotless Mind“ – teilweise dort spielt. „Meet me in Montauk“, ein hängengebliebenes Zitat. Dieses Bett mitten am Strand, mit Jim Carey und daneben Kate Winslet mit blau-pink-orangefarbenen Haaren. Abgedreht. Und natürlich die Suche nach den Surfspots nicht zu vergessen. „Ditch Plaines“ bei Montauk ist dabei nicht wegzudenken. Zahlreiche Point Breaks reihen sich am Ende der Insel aneinander.

Wie es der Zufall so will habe ich also mit meinen Mitbewohnern Ron und Anna vor eineinhalb Wochen gemütlich auf der Couch gesessen. Wir sind aufs Surfen gekommen und Ron erzählt von seinem Freund John, der verrückt nach Wellen und Boards ist. Und hey, eigenlich könnten wir den mal besuchen, der wohnt in MONTAUK. Ihr könnt euch mein Gesicht vorstellen….

– Ja, wie, seriously or what?

 – Sure!

Was wir von einem Wochenendausflug halten würden…

– To Montauk? I’ve always wanted to go!

 – So, let’s do it!

– Let’s do it!

Und so sitzen wir Sonntag früh im Auto Richtung Montauk: Ron, George (ein weiterer Freund von Ron), Anna und ich. Ein Roadtrip der Sonne entgegen, mit HERRlichem Jazz Musik Talk vorne und glücklichen StrickFRÄULEINS hinten auf der Rückbank.

Montauk. Es riecht nach Kaminfeuer. Geräuchert, nach Holz und Meer. Das Donnern der Brandung dringt bis ins Haus. Ich muss an Jackett’s Island, Neuseeland denken. Wieder bin ich in einem Haus am Strand gelandet. Bei Unterkünften scheint mir das Glück wirklich hold zu sein. Ich schicke zum Dank eine Opfergabe aus mentalen Heringen und Muscheln an Neptun. Und an John, der uns dieses mehr als nette Häuschen zur Verfügung stellt. Überall liegt hier Surfzeug herum – Boards, mindestens 10 Stück, Wetsuits in allen erdenklichen Millimeterstärken. Einen Busch vor der Tür schmücken Neoprenschuhe, die wie Weihnachtsbaumkugeln auf die Zweige gesteckt sind. Surfbücher und -guides bevölkern ein Regal im Erdgeschoss, ein Indoboard auf der Terrasse wartet darauf, dass ich ihm meine Balance schenke. Wir erkunden das Haus, ich schwappe über vor Begeisterung. Da ist noch ein Schuppen im Garten, noch mehr Boards. John und Liz machen währenddessen Salmonburger, aber Anna und ich schnappen uns nur einen Café. Wie kommt man hier zum Strand? Mit unseren Tassen machen wir uns auf den Weg, es sei nur ein kurzer Weg sagt John. Drei Minuten. Keine Zeit zu verlieren, wir müssen Meer sehen.

Die Grundstücke hier draußen werden von einem hohen Baumgestrüpp eingerahmt, das alle Geräusche zu dämpfen scheint. Absolutes Kontrastprogramm zu dem konstanten Geplärre der Stadt. Nur die Wellen machen Lärm, aber das zählt nicht, die gehören zur (Geräusch)Kulisse. Die Szenerie wirkt, als hätte sie schon jemand mit Fotoshop bearbeitet. Schon einen Filter darübergelegt sagt Anna, im fachmännischen Fotojargon. Ich habe mir auch einen Filter übergelegt. Der filtert nur noch frische Luft und Algenduft und all das was uns umgibt. Alles andere wird ausgesiebt. Ein langer Strandspaziergang. Das Kliff – „Bluff“ wie sie es hier nennen – die Wellen, viel Weißwasser. Treibholz, Strandgut, diese Farben! Sandfarbene Strandfarben. Mit Dünengras und Muscheln und dem endlosen Himmel ohne Wolken mit viel Sonne. Wir filmen und fotografieren und rollen im Sand. Ich bin froh, dass Wintersaison ist. Außer ein paar Hundebesitzern und einer Reiterin begegnet uns niemand. Dabei soll hier im Sommer die Hölle los sein.

Als wir zurückkommen ist das Buffet schon aufgebaut. Taccos, Guacamole, Salsa. Football is on. Vor uns, eher vor George, John und Ron, liegen 6 Stunden Sport (…). Zwei Halbfinals zum Superbowl sind zu bestreiten. Da braucht man Sitzfleisch!! We watch the games, Anna and I knit our scarfs. The fire is burning and the sun disappears behind the dunes, behind the trees…..Manchmal macht das Glück wirklich Haufen. Uns geht es einfach nur gut. Und so kürt Anna das Motto dieses Trips mit einem entspannt seufzenden: Could be worse!, als wir bräsig auf dem Sofa liegen.

Nach zwei Stunden Kaminräucherei, Essen und der Ladung Frischluft von vorhin wanke ich in mein Zimmer. Die Schläfrigkeit im Arm. Bei offenem Fenster liege ich im Bett, die Decke bis unter die Nase gezogen. Meeresluft weht herein, kühl und frisch. Es ist schon dunkel geworden, ganz dunkel hier draußen. Die Sterne und der Wind. Und ich liege einfach nur da, atme und dämmere davon, in einen unglaublich erholsamen Schlaf.

– Sorry guys, guess I fell asleep…

– Heyyy, roommate*, there you are…get something to eat!

(*  „roommate“ ist mein neuer Spitzname. So hat Ron mich getauft, weil er laut Anna am Anfang nie meinen Namen aussprechen konnte. Als ich noch ein Skypekontakt aus Deutschland war. jetzt macht er das aber schon ganz gut. Aber „Hey roommate, what’s up?“ beim Nachhausekommen zu hören gefällt mir eigentlich auch ganz gut. Vielleicht sollte ich das bei Starbucks versuchen…)

Das zweite Spiel beginnt in ein paar Minuten. Die Herren der Schöpfung sind noch immer Feuer und Flamme. Annas Wolle ist inzwischen aufgebraucht, Ron trägt schon seinen neuen Schal. Ich stricke weiter. Zwischendurch immer wieder auf den Balkon, frischlüften. Wir beobachten die Sterne beim Wandern gen Westen. Der große Wagen hängt hier merkwürdig auf der Seite, Orion steht am Anfang genau über uns. Ein letztes Glas Wein. Der Superbowl hat seine Teams und wir verkriechen uns in unsere Betten.

Auch als ich aufwache ist es still. Bis auf ein gelegentliches Schnarchen aus dem oberen Stockwerk. (George und John, die beide aus dem Musikbusiness kommen, schmieden später beim Frühstück Pläne wie sie Rons nächtliches Sägen für einen Remix verwerten könnten. Anna bezweifelt, dass man den Ton und dessen Lautstärke bei einer Aufnahme überhaupt originalgetreu wiedergeben könnte.) Brrr, schnell raus aus dem Bett und wieder rein in warme Klamotten. Laufschuhe an, GoPro auf den Kopf und los. Ich trabe los in Richtung Strand, biege rechts ab und nehme den Trampelpfad, der sich oben auf dem Kliff die Küste entlangwindet. Das Meer hat heute seinen gutmütigen Charakter aufgelegt. Bei der morgendlichen Windstille brechen nur ein paar kleine Wellen dicht am Ufer. Glasklar und definiert im glänzenden Licht der Morgensonne. Heidewitzka, was für ein Kitsch. Und wieder ist niemand unterwegs. Nur die üblichen Verdächtigen: Hunde und ihre Anhängsel. Wie immer. Ich laufe jetzt am Strand, drehe irgendwann um und falle rechtzeitig an den Frühstückstisch, wo John mir kaum das ich sitze schon eine Waffel mit Sirup auf den Teller gleiten lässt.

Heute ist übrigens Feiertag, deswegen können wir getrost auch noch den Montag in Montauk verbringen. Und so fliegen wir aus einen Ausflug zum berühmten Leuchtturm an der Spitze der Insel zu machen. Eine seltsame Truppe, finden Anna und ich, auch als wir uns später zu Hause die Fotos anschauen. Aber sehr gelungen, gut gewürfelt. Ein echter Kniffel.

Gegen drei müssen wir uns loseisen vom Paradies. Wortwörtlich. Es ist ziemlich kalt geworden. Und grau. Es fängt leicht an zu schneien. Als wir eine gute halbe Stunde auf dem Highway unterwegs sind wird der leichte Schnee zu dichtem Gestöber. Verrückter Szenenwechsel von gestern auf heute. In der Stadt ist dann wieder gar nix mehr weiß. Nur laut und hoch und geschäftig und irgendwie so gar nicht wie in Montauk.

Montauk ist also nicht mehr nur ein Buchtitel, ein Ort im Film oder ein Surfspot. Montauk hat in diesen Tagen ein Gesicht bekommen und mein Kopf oder Herz oder beides einen Sehnsuchtsfleck mehr.

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…das Video folgt noch. WIr müssen noch schneiden!!

Getting started…

Ich hab da was vom Anfang gefunden…:)

Das war ein erster Versuch. Ab jetzt kann ich also auch eigene (nicht nur von youtube) Videos auf den Blog laden. Bentschie und das Blogmopped haben dazu ein kleines Upgrade unternommen, weil wir auf weiterhin gute Zusammenarbeit hoffen. Dabei ist auch die wunderbar unkomplizierte Domain http://www.blogmopped.com für uns entstanden (statt des Rattenschwanzes blogmopped.wordpress.com oder .de). Jaja, ist schon fancy dieser virtuelle Aufstieg, wenn auch nicht ganz kostenlos. Das ist wie im wahren Leben…

Wir melden uns demnächst vielleicht schon mit mehr Videomaterial zurück, denn Montauk, Long Island steht auf dem Plan für das lange Wochenende (Montag ist Feiertag in Amerika, Martin Luther King feiert Wiegenfest). WG Ausflug an den Strand. Ahoi !

@ Work

Ach verdammt, morgen ist schon wieder Freitag und ich wollte mich ja mal früher melden…hier gibt es ein paar Bilder vom German Book Office, meinem Arbeitsplatz, und dem Goethe Institut NYC. Wir sitzen sozusagen in einer kleinen Ecke des Goethe Institutes, weil das GBO viel mit Goethe zusammenarbeitet und außerdem auch vom Auswärtigen Amt unterstützt wird.  Mit Soho haben wir da wirklich eine ziemlich nette Lage abgegriffen. Das weiträumige, helle Büro ist dazu noch im 11. Stock gelegen, d.h. die Aussicht kann sich sehen lassen und das Viertel hier ist ziemlich lebhaft. Vor allem was Shopping und Essensmöglichkeiten angeht…gefährlich! Jeder Lunch sieht anders aus, mal asiatisch, mal italienisch, mal französisch, mal starbucksich, mal bagelich, mal salatich, mal der-chef-läd-zum-essen-ein. Das letzte mag ich am liebsten:)

Was das GBO macht in Kürze: Es ist ein Büro, das die internationale Arbeit der Frankfurter Buchmesse unterstützt bzw wurde als solches gegründet. Im Prinzip wird hier die Vermittlung und Übersetzung Deutscher Literatur im Bezug auf den Buchmarkt der USA vorgenommen und gefördert. Das bedeutet viel Informationsarbeit, beispielsweise veranstalten wir Ende Februar ein Festival Neue Literatur, bei dem sechs deutschsprachige Autoren nach NY kommen und Lesungen abhalten, mit Studenten diskutieren etc.

Außerdem gibt es pro Jahr zwei Ausgaben der Broschüre New Books in German. Dabei durchkämmt eine Jury aus Literaturkritikern, Verlagsleuten etc im Vorfeld den deutschen Buchmarkt, schaut sich die Neuerscheinungen an und überlegt dann, welche Bücher für eine Übersetzung für den englischsprachigen Raum geeignet wären. Da sitze ich momentan zum Beispiel dran. Ich erstelle die Liste der engeren Auswahl, lese die Rezensionen und halte fest, welche Bücher zur Übersetzung empfohlen werde und warum. Nächste Woche haben wir dann wieder ein Meeting, bei dem eine noch engere Auswahl getroffen wird.

Hier sind noch ein paar Links:

http://festivalneueliteratur.org/          http://www.buchmesse.de/bilder/new_books_in_german_2012.pdf

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A weekly note

Eine Woche. So grob. Ich versuche demnächst mal kleinere Häppchen zu servieren. Derweil: Enjoy!

1. Running

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Eintrag Lauftagebuch 07-01-2013:

„Montag morgen. Dritter Arbeitstag. Gott, 05:50 Uhr, ist das dein Ernst? Draußen ist es noch stockdunkel, praktisch Nacht. Im Zimmer ist es eiskalt. Mein Mitbewohner Ron schnarcht durchdringend auf dem Sofa. Alles spricht dagegen jetzt aufzustehen und sich in die Laufsachen zu zwängen. Aber ich spüre, dass der Tag nicht gut werden wird, wenn ich mich in diesem Moment von meinem schlaftrunkenden Selbst überreden lasse nicht zu gehen. Ne Stunde länger schlafen…in ner Stunde bin ich auch nicht wacher. Lieber heute Abend laufen….als ob ich nach der Arbeit motivierter wäre. Scheiße. Also los. Es ist 6:20 Uhr als ich auf Zehenspitzen an der Couch vorbei schleiche. Ich schnüre meine Laufschuhe, vermumme mich mit Schal und Stirnband und trabe los in die Dämmerung, gen Central Park. Zum Glück ist schon etwas los, Und wie. Die Läufer und Hundebesitzer sind die Schlaflosen der Stadt. Heller wird es erst gegen 6:45 Uhr. Über Asphalt, gelegentlich Stock und Stein. Mein Laufguru, Haruki Murakami säuselt mir ins Ohr und alles ist gut. Die Beine sind locker, alles zieht vorbei und der Himmel färbt sich kitschig rosa-blau…“lila Wolken“ klingt auf dem shuffle Modus des iPods an – ohne scheiß, ganz zufällig! Es wird immer voller. Ich laufe 40 min. und biege ab in die 96. Straße. Irgendjemand hat mal gesagt, dass Laufen am Morgen den Tag verlängert. Als ich ins Büro fahre habe ich das Gefühl ich bin schon ewig wach. Und frisch und munter. Wie ein Fisch und geh nicht unter (höhöhö).“

Nach diesem Muster spielen sich einige frühe Stunden ab. Vom Widerwillen zur Beschwingtheit. Warum das alles? Das Training hat begonnen. Das Ziel heißt Hamburg 21.04.2013. Eine fixe Idee, die Karo und ich im Bruchteil einer euphorischen Neujahrssekunde via facebook fällten. Und wo könnte man sich besser auf einen Marathon vorbereiten, als in der Traumstadt vieler 42, 195-Fanatiker…zumindest theoretisch. Ich laufe eigentlich lieber etwas abgeschieden, für mich im Einklang mit der Natur oder sowas kitschiges. Davon bin ich im Central Park allerdings meilenweit (im wahrsten Sinne des Wortes und ich tue mich noch schwer mit der Meilen-KM Umrechnung) entfernt. An Sonntagen könnte man direkt klaustrophobische Anfälle bekommen, weil die New Yorker an Wochenenden die grüne Oase Manhattans regelrecht stürmen. In neonfarbenen Funktionsoutfits ziehen schmächtige size zero Damen stromlinienförmig an mir vorbei, riesige Pulks von Laufgruppen kommen mir rythmisch trabend wie eine undurchdringbare Wand entgegen. Ich springe über die seitliche Absperrung der Asphaltlaufbahn und …weiche einem Hund (Ratte?!) und seinem Frauchen aus, die gerade das Geschäft ihres Lieblings aufsammelt. Selten habe ich so viele Hunde im „Augenblick des Geschehens“ beobachtet. An jeder Ecke, überall, ständig wird einem hier vor die Füße geschi…ich übergebe das Wort an Max Frisch:

„SANITATION:

immer noch erwache ich viel zu früh. Bevor der Alltag losgeht, führen sie ihre Hunde und Hünchen durch die Straßen, halten sich an der Leine, während die Tiere pinkeln oder scheißen. Eine Hundestunde morgens, eine Hundestunde abends. Man muss eben aufpassen, wo man hintritt.“

(Max Frisch, aus „Amerika!“)

Central Park kenne ich also nun schon fast wie die berühmte Westentasche. Vor allem geht es hinauf und hinunter, was die Beine ein wenig strapaziert. Einmal herum auf diesem sogenannten „outer drive“, der Asphaltstraße, sind es ca. 9,7km. Besonders der nördliche Teil, das Harlem Meer, ist ein Traum. Ein großer See von Hügeln gesäumt, die einen ein wenig aus der Flut der Läufer entkommen lassen und das Gefühl von Natur entstehen lassen. Ein Plateau mit Kiefern erinnert mich an Frankreich, an die Seekieferwälder an der Atlantikküste. Eine Alternative zum Park sind die Ufer des Hudson Rivers im Westen. Dort lässt es sich kilometerweit laufen. Nur im Dunkeln ist es dort unheimlich. Deshalb wird das wohl eher das Laufterrain für Wochenenden, denn in der Woche geht ohne Dunkelheit leider gar nix. Winterschicksal. Oh, was mir zum Zentralen Park noch einfällt. Herr Frisch, bitte:

„CENTRAL PARK:

A reliable source has taught me that the famous squirrels are not in fact squirrels, but tree rats. Once there were squirrels here. The tree rats are not reddish like squirrels, but are no less decorative. One can watch them from quite close for minutes at a time, so tame are these tree rats. The main thing that distinguishes them from squirrels is that they destroy squirrels.“

Man lernt nicht aus. Neben Baumratten: Celebrities habe ich übrigens noch nicht getroffen, außer eventuell neulich früh Justin Timberlake. Der kam mir vielleicht entgegengejoggt. Aber es war ja noch ziemlich dunkel. Wer weiß. Eigentlich auch ziemlich egal.

 

2. Working

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Hmm, I skip this section. Ich mache diese kommende Woche mal ein paar mehr Bilder im Büro. Dann erzähle ich was von der Arbeit. Ist ja auch erst eine Woche gewesen, was soll man da erzählen. Aber soweit ist alles gut, die Leute sind nett, ich habe was zu tun, tralala. Demnächst mehr.

3. Reading

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Im Goetheinstitut NY, in dem auch unser Büro ansässig ist, gibt es diese Bibliothek. Fataler Weise. Demnach bin ich Freitag mit einem Stapel Bücher nach Hause gestolpert. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Max Frisch habt ihr bereits zu hören bekommen. Unsympathischer Typ, was das Äußere angeht, aber er hat ne Menge über Amerika geschrieben. Für ne ganze Weile hier gelebt. Und  hat demnach wirklich interessante Dinge über Land und Leute geschrieben. Vor Ort sowas zu lesen ist viel spannender, weil man einiges direkt beobachten kann. Ich sage nur siehe oben, die „scheißenden Hunde“. Und von solchen Wahrheiten schreibt er einiges. Außerdem hat er „Montauk“ geschrieben, was mich auf Long Island und den selbigen Ort gebracht hat. Karo, da fahren wir im April hin. Das äußerste Ende von Long Island.

Tragischer Weise musste ich diese Woche ein Buch beenden, das mir so sehr am Herzen lag wie lange keins. „Beck’s letzter Sommer“ von Benedict Wells klingt noch nach. Macht eins richtig und sucht den nächsten Buchladen. Es ist großartig. Und ich bin traurig, dass es mich nicht mehr in die Bahn und die Cafés, an die Waterfront und ins Bett begleitet. Am liebsten würde ich es weiter mit mir herumtragen. Es ist ein deutsches Buch, ja, aber es hat die erste Zeit hier in New York sehr geprägt.

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4. Chill (mal dein Leben)

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Nach fünf Tagen im Büro und mit reichlich Lesestoff konnte und sollte dieses Wochenende einfach nur lazy werden. Wunderbar gammelig. Ich habe mit meinen Mitbewohnern um die Wette gechillt.

Samstag: ausschlafen, laufen, in den Straßen wandern, lesen, stricken (jaha, ich stricke!! semi-professionell, aber ich stricke!) bisschen Praktikumsbericht, essen, schlafen.

Sonntag: ausschlafen, laufen, food shopping* und Uptown-Rundfahrt im Auto mit Anna und Ron (Harlem, Columbia University, Morningside Heights) essen, schlafen, lesen, essen, schreiben, schlafen.

*aha, kultureller Unterschied: Während die Deutschen sich samstags in den Geschäften drängen und sonntags Familienzeit oder sonstigen, eher weniger materialistisch geprägten Tätigkeiten nachgehen, ist das in New York andersherum. Weil hier auch am Sonntag alles geöffnet hat, nimmt man eher den Samstag für die Familie, Freunde etc und geht sonntags mit viel Begeisterung dem (food) shopping nach. Was es hier für Essen gibt. Und was man dafür ausgeben kann (und es gelegentlich leider tut, überwältigt von ausladenden Käsetheken und gigantischen Kuchenregalen und Obstpyramiden, auf die jeder Pharao neidisch wäre). Himmlisch. So ganz ohne Fastfood.

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Achso, ja, ich habe mir eigenen Café gekauft. Das hilft, schränkt den Starbuckskonsum ein. Es ist nicht leicht, aber das ist Entzug wohl nie. Und Instantcafé mit stümperhaft aufgeschäumter Milch (ich vermisse meinen Aufschäumer!) ist zwar kein vergleichbares Geschmackserlebnis, hilft aber zur Ablenkung.

Und mir ist übrigens bisher nichts passiert, trotz Häuserbrand einen Block vom office entfernt, Grippeausbruch in den USA (man plädiert im Büro dafür sich impfen zu lassen, aber ich glaube ich vertraue auf mein Immunsystem…Panikmache hier!) und Fähren-Crash am Pier 11 (jemand aus dem Büro saß drauf und wurde gleich mal von der ard interviewt – vielleicht hat der ein oder andere es ja im deutschen fernsehen mitbekommen) während der letzten Woche. Gefährliches New York!!

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5. Sleeping


 Ron schnarcht schon wieder auf der Couch. Ein Zeichen, mich auch in die Federn zu betten. Morgen ist schon wieder Montag. Aber das ist okay. Kurioser Weise vergeht die Zeit hier wirklich mal langsam. Warum weiß ich nicht, aber es ist gut so.

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Starbucks Konversation

Morgens, 9:00 in New York:

„What’s your name?“

„Bentje“

„What?“

„B-E-N-T-J-E“

(Gerunzelte Stirn, skeptischer Blick, stagnierender Filzstift…ich gebe auf:)

„It is Lina, write LINA“

(Die Stirn der Starbucksfrau glättet sich, glückseelig kritzelt sie den Namen auf meinen Pappbecher und reicht ihn zur Befüllung weiter)

Die Moral von der Geschicht‘:

Wenn ich mich nach nem Café sehn‘, muss ich ne andre Identität annehm‘.

Danke an Lina und Lina, dass ihr mir euren Namen leiht. Vielleicht probiere ich mal alle eure Namen durch und erstelle dann ein Ranking, welche Namen auf der Verständlichkeitsskala auf nordamerikanischem Territorium ganz oben rangieren (allerdings versteht auch in Deutschland niemand direkt meinen Namen, es liegt nicht nur an den Amis…). Das ist also der ideenbehaftete Rattenschwanz eines simplen Cappuccinos vor der Arbeit;)

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There she goes

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REKORDFAHRT

„Es wird eine der coolsten Seereisen“

31.12.2012 Johannes Erdmann

Während sich die Einwohner von New York auf die große Silvestersause am Times Square vorbereiten, an dem sich etwa eine Million Menschen zum großen Ball Drop versammeln werden, ist die „Maserati“-Crew um Giovanni Soldini heute um 16.45 Uhr (10.45 Uhr Ortszeit) über die Startlinie vor dem Battery Park an der Südspitze Manhattans gesegelt. Der neunköpfigen Crew aus Italienern, einem Chinesen, einem Spanier, einem Amerikaner und dem deutschen Boris Herrmann steht eine kontrasträr ruhige Nacht bevor. Herrmann sagte der YACHT kurz vor dem Start: „Silvester und Party fallen für uns komplett aus. Ich bin schon froh, wenn wir die ersten Tage nicht an Deck einfrieren. Leider ist dies ja kein IMOCA Open 60 mit Cabrio-Cockpit und Autopilot, sondern ein offener Volvo 70. Wir sagen auf französisch ‚punition‘ (dt. ‚Strafarbeit‘, d. Red.). Das ist es, was wir in den ersten Tagen in der Kälte der nördlichen Gefilde erwarten.“

Mehr als einen Monat hatte „Maserati“ in Manhattan gelegen und auf ein perfektes Wetterfenster für den Rekordversuch gewartet. Nun endlich bekam Soldini das grüne Licht für den Start. Ziel ist es, den im Jahr 1848 aufgestellten Rekord für die Reise von New York nach San Francisco so weit wie möglich zu unterbieten. Damals war in Kalifornien Gold gefunden worden und so begaben sich die großen Segelschiffe auf schnelle Fahrt rund Südamerika. Die „Flying Cloud“ schaffte die Strecke in 89 Tagen und acht Stunden. Eine Bestzeit, die mehr als 130 Jahre nicht gebrochen wurde.

Mitte der 80er Jahre gab es dann einige Versuche, die jedoch keinen Erfolg brachten. Schließlich schrieb der Manhattan Sailing Club den „Clipper Challenge Cup“ für die Strecke aus. Im Jahr 1988/89 brach die „Thursdays Child“ den Rekord mit 80 Tagen und 20 Stunden. 1994 setzte Isabelle Autessier die Marke auf 62 Tage und fünf Stunden, bis Ives Parlier im Jahr 1998 die Zeit nochmals aus fantastische 57 Tage und drei Stunden reduzieren konnte. Sein Rekord mit „Aquitaine Innovations“ ist bis heute ungeschlagen.

„Am 31. Dezember loszufahren erinnert mich irgendwie dunkel an ein längeres Rennen mit meinem amerikanischen Buddy Ryan Breymaier“, sagt Boris Herrmann im Interview kurz vor dem Start. Vor genau zwei Jahren war der Oldenburger mit dem Amerikaner an Bord des IMOCA Open 60 „Neutrogena“ zum Barcelona World Race gestartet. Das Rennen beendeten die beiden nach genau 100 Tagen und auf dem fünften Platz. Für diesen Rekordversuch sind sie nun wieder als Crew vereint. „Im Moment ist jegliches vergangene aber kein großes Gesprächsthema“, sagt er weiter, „wir haben etliche Seemeilen und unser geliebtes Kap Horn vor uns. Hoffentlich schaffen wir es schnell bis dorthin und gern auch bis zum Ziel.“ 50 Tage sind sein Tipp. „40 wären ultra spektakulär, das kann ich mir im Moment aber noch nicht vorstellen, dafür müsste wirklich alles perfekt laufen. Eine Zeit gerade etwas unter dem Rekord von Parlier, dann wäre der Soll schon erfüllt.“

Für Herrmann, der bereits zwei Weltumsegelungen unter Regattabedingungen im Kielwasser hat, ist diese Rekordfahrt rund Südamerika ein großes, neues Abenteuer. „Ich bin sehr aufgeregt“, sagt er kurz vor dem Leinenloswerfen. „Komisch, denn beim letzten Rekord mit ‚Maserati‘ von Cadiz zu den Bahamas war ich völlig cool, zu cool vielleicht. Nun haben wir mehr als eine halbe Weltumseglung mit einer ziemlich verrückten Mannschaft vor uns.“ Doch „verrück“ ist vollkommen positiv gemeint, denn man muss wohl ein wenig verrückt sein, um solch ein Abenteuer mitzumachen. „Ich bin mir sicher, dass es eine der coolsten Seereisen wird, die ich jemals unternehmen werde“, sagt Herrmann, „Jedenfalls hat es noch nie so eine schillernde Truppe auf so ein brutales Rennschiff geschafft. Wir treten aber nicht an, um den Vogel abzuschießen, sondern ernsthaft diesen Rekord anzugreifen, den man nicht unterschätzen darf.“

Weitere Infos und Berichterstattung auf maserati.soldini.itborisherrmannracing.com – und natürlich auf YACHT-online.

Quelle: http://www.yacht.de/sport/news/es-wird-eine-der-coolsten-seereisen/a76825.html

 

Bloody freezing…

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Gemeinsam gefroren. Ich kann mich bloß nicht aufplustern…

Ahoi und Farewell

NY zeigt sich maritim. Pünktlich zum Jahresende steht ein Segeltörn ins Haus. Es geht von NYC nach San Francisco. Nicht, dass ich mitfahren würde, aber vor 4 Jahren haben Lina und ich ein Mitglied der Besatzung in Wellington, Neuseeland getroffen. Damals war Boris Herrmann mit seinem Co-Skipper im Rennen einer Regatta, die rund um die Welt führte. Morgen startet das Maserati Boot mit einer 8-köpfigen Besatzung aus der North Cove Marina, westl. Manhattan. Einen ausführlicheren Bericht findet ihr unten.

 

SET OFF IS DUE TOMORROW!

30 dec 2012

Maserati ready to challenge the New York-San Francisco record. Maserati’s departure towards San Francisco is expected tomorrow, on Monday 31st December, around 18pm (Italy time). Giovanni and Maserati’s team are expected to sail 13225 miles by Cape Horn in less than 57 days, 3 hours and 2 minuts (record by Yves Parlier with Aquitaine Innovations).

Boris Herrmann – navigator of Maserati – explains the weather conditions: “We are ready. Everything is prepared to leave tomorrow. Even the inside stacking is sorted and optimized for the upcoming weather: Everything movable in the boat has been stored to the starboard side and aft to help the boats’ righting moment with the expected winds from starboard in the next couple of days. In fact we expect strong westerly winds till the 3rd of january which makes this is a great moment for us to start the big “Gold-Route” – record around America. We plan to start tomorrow (monday) in the morning local time. Once we pass the famous “Ambrose Light Buoy”, the official record start line, it will be 6 pm in Europe.
We will be steering a general course of around 110 degrees – heading southeast – pushed along downwind in 30 to 35 knots and some increasing sea state. What a great way of welcoming 2013! Fingers crossed we wont have ice and snow for the start.
2nd of January we can expect to sail 150 or 200 miles north of Bermuda and getting rolled over by a strong cold front later that same day. At this point we will likely see some gusts up to 40 knots and wave heights up to 5,5 meters. After 3 days of power reaching we will be approaching a high pressure zone with diminishing winds. Already much warmer conditions by then will make forget the coldness of the north.
If everything goes to plan and we make it through the transition zone of the high pressure quickly, we will catch he trade winds at the end of day 5 and pick up speed again this time in much more pleasant conditions.
If the scenario sticks together we will be already close to the equator by day nine: The trade winds are well established and far north. All depends on how we get through the high pressure transition on the 4th/5th january and how we get through the doldrums…”.

Quelle: http://maserati.soldini.it/domani-si-parte/?lang=en

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Optimaler lässt sich kaum auf den Start warten – Liegestelle in der North Cove Marina mit Blick auf die Freiheitsstatue.

Segelrouten

 

NEW YORK – SAN FRANCISCO

The 13225 nautical miles that separate New York from San Francisco via Cape Horn, are an historic route, widely travelled by clippers that were involved in the gold rush starting from the second half of 1800.
The best result of the time was set in 1854 by Flying Cloud, exceptional vessel from the Boston shipyards, that reached San Francisco in 89 days and 21 hours, a record that stood for more than 130 years.
After several attempts by many boats, the 60-foot Thursday’s Child of Warren Luhrs arrived in San Francisco after 80 days and 20 hours in 1989. In 1994, Isabelle Autissier aboard Ecureuil Poitou took 62 days and 5 hours. Then, in 1998, Yves Parlier on board Aquitaine Innovations has dropped to 57 days, 3 hours, 2 minutes. This is the reference record for Giovanni Soldini and his crew who will try to beat it aboard the VOR70 Maserati, from the second half of December 2012.
The overall record in the multihull category belongs to Lionel Lemonchois that made the journey in 43 days and 38 minutes aboard trimaran Gitana 13 in 2008.

http://maserati.soldini.it/cartografia/?lang=en

Misty Lady, sunny Lady

29-12-2012

Vormittags fing es plötzlich an zu schneien. Ist wohl der erste wirkliche Schnee für NY in diesem Jahr. Nachmittags ging das dann allerdings in Regen und Nebel über. Ziemlich ungemütlich zwar, aber praktisch für einen Spaziergang entlang des Hudson Rivers – keine Menschenseele unterwegs. Und Wolkenkratzer, die nicht nur an Wolken kratzen, sondern sich in ihnen verhüllen, haben ihren ganz eigenen Charme. Glücklicherweise gibt es an jeder Ecke Starbucks, wo Aufwärmen gar kein Problem darstellt – höchstens für den Kontostand. Ein Cappuccino bei dem Laden kostet hier immerhin auch noch stolze 3 Euro.

Es gibt hier ne Menge cooler Dachterrassen. Ist leider nicht so die passende Jahreszeit, aber Ideen haben die New Yorker. Und über den Dächern ist die Freiheit zwar auch nicht grenzenlos, aber das bisschen Extraraum kann man künstlerisch bis funktional nutzen. Die Ex- und aktuelle S13 kann sich da mal ein Beispiel nehmen. YES, we can.

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Verdammt, die sind aber auch wirklich genau hier um die Ecke! Da kann ich dann auch nix dafür…
P1040214 P1040215 P1040217Averna gibts auch hier – ein Glück!


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Konkurrenz um den Status der Statue?!


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30-12-2012

Heute sah es schon wieder ganz anders aus. Sonnig und klar, aber ziemlich frostig. Vor allem der Wind, der durch die Häuserschluchten pfeift ist brutal. Beim Joggen am Hudson waäre ich heute früh fast weggepustet worden. Das Eis auf den Wegen war auch nicht ohne. Und trotz des Laufens war ich nachher so durchgefroren, dass ich mich das erste Mal richtig über die non-stop auf Hochtouren laufende Heizung in der Wohnung gefreut habe. Trotz der Kälte aber ein genialer Tag für Spaziergänge durch die Stadt.


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Gebührendes Abendessen als Abschluss einen langen Tages. Und dann noch Tatort per ARDmediathek. Gute Nacht in die Nacht, die bei euch schon lange ist und hier noch wird.

Lichter

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Ich glaube, ich bin da.

New York nachts um 01:00. Ich habe endlich den Rucksack abgeworfen und liege in einer Wohnung im 12. Stock, 86. Straße auf einer schmeichelhaft weichen Matratze. Allerdings wäre gerade selbst der härteste Knochen von Isomatte gemütlich. Ich bin müde – die Reise war lang. Hamburg-London-JFK New York. Sie haben mich reingelassen, die Kontrollfreaks. Alles gut. Nur eine kurze Verirrung in der Subway eben, falscher Zug, zu weit gefahren. Bisschen unheimlich. Aber Yellow Cab ist was für Anfänger.

Die Heizung pustet trockene Luft in den Raum. Abschalten kann man hier gar nichts. Lassen wir also die kühle Nachtluft durchs Fenster säuseln. Und mit ihr all die anderen Geräusche einer neuen Stadt. Die Dächer sehen genauso aus wie in den Filmen. Und vor einem meiner Fenster steigt im zickzack eine rostige Feuerleiter nach oben. Das Bekannte Unbekannte. Dank Hollywood. Im Osten kann man durch die Hochhäuser Wasser sehen, und Bäume. Central Park. Aber vor allem sind da Lichter. Überall. Nächte in New York gefallen mir jetzt schon. Und obwohl die Stadt nie schläft gehe ich schlafen. Vielleicht liegt morgen früh schon Schnee.

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Unfertig Ready To Go

Eben noch heulten im Bunkerballsaal Feldstraße die Sirenen auf, reimten und redeten Poeten sich um Kopf und Kragen, brachte Michel Abdollahi seinen Whiskey mit tiefen Blicken ins Glas um die Ecke. Hamburgs härteste Arena, Bunker Slam. Geistreich wunderbar, wie passend für einen abendlichen Abschied. Für den letzten Abend in der schönsten Stadt. Farewell, Hamburg meine Perle!

Ich warte darauf, dass mein Rucksack sich von selbst packt und ich schlafen gehe. Bis mein Wecker mich morgen früh mit den Worten: „Guten Morgen, es ist Zeit den Kontinent zu wechseln!“ leichtfüßig aus dem Bett springen lässt. Und ich noch alle Zeit der Welt habe bis nachmittags der Flieger in Richtung Vereinigte Staaten von Amerika abhebt…Träumchen!

Stattdessen lege ich eine Nachtschicht ein. Kein Ponyhof, kein selbstpackender Rucksack. Und wenig Schlaf ist auch mit von der Partie. Sie verstehen sich gut, die letzte Sekunde und das Chaos. Seelenverwandtschaft. Aber wie soll man auch ausgeschlafen im Flugzeug ein Auge zukriegen. Morgen also. Wieder losziehen. Über Los ziehen. Hoffentlich. Allerdings wohl eher Scheine ausgeben als einziehen. Drei Monate New York könnten in jeder Hinsicht spannend werden. Lassen wir uns überraschen.

Auf jenem diesem meinem blogmopped (zur Info für alle Nichteingeweihten: „mopped“ ist so wie „schlumpfen“, nur halt für Subjektive, nicht für Verben – kann für jeglichen Gegenstand verwendet werden. Vor allem aber oft in Kombination mit einem Wort, das schon auf den beschriebenen Gegenstand hindeutet, beispielsweise „Marmeladenmopped“ = Marmeladenglas, oder aber wenn der passende Ausdruck für einen Gegenstand gerade nicht ganz vorne auf der Zunge liegt, Dinge die man sonst ugs auch als „Ding“ oder „Pinökel“ beschreiben würde, wie „Gib mir mal das,..äh…das (Schreib-) Mopped da rüber“…. ) gibt es dann und wann Neuigkeiten aus der Stadt auf der anderen Seite des großen Teiches. NEW YORK. Soll ja nett sein.

Ich sag heute nochmal ganz nordisch tschüss und moin moin ihr Land- und Wasserratten, bevor sich demnächst wahrscheinlich die Anglizismen tricky in mein blogmopped sneaken…

Also, haltet die Ohren steif Matrosen! Ich segle nicht, ich fliege. Und das wird die Zeit auch tun. Was sind schon drei Monate? Immerhin drei Monate! We will see, we will see. Ich melde mich von Übersee. Machts gut, bis bald. AHOI. Schreibt Bentschie, die noch immer nicht auf gepackten Koffern sitzt.

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New York – Die Surfer aus der atemlosen Stadt

20.06.2011 ·  Morgan Collett importiert das Lebensgefühl der Westküste und die ewige Jagd nach der perfekten Welle in die Stadt der Ambition: Sein „Saturdays“ ist der einzige Surfer-Shop in New York. Strand und Wellen gibt es auch hier genug.

Von CLAUS BIERSCHNEIDER, NEW YORK

surf© CLAUS BIERSCHNEIDER

Morgan Collett ist mit Leib und Seele Surfer, doch um diese Uhrzeit wünscht er sich jedes Mal wieder, er hätte sich einen bequemeren Sport ausgesucht. Es ist Viertel vor fünf in Manhattan, und die Stadt, die angeblich niemals schläft, macht zumindest ein kurzes Nickerchen. Auf dem Broadway kann man mit dem Fahrrad Schlangenlinien fahren, außer den Müllwagen und den ersten Zeitungslastern ist kein Auto weit und breit zu sehen. Sogar die gelben Taxis haben Feierabend gemacht.

Morgan ist vor zwei Stunden nach Hause gekommen, er hat bis um halb drei in der Bar des Thompson-Hotels aufgelegt. Jetzt steht er im Kellerraum seines Geschäfts in der Crosby Street auf der Lower East Side und wachst sein Brett, als sein Partner Josh zur Tür hereinkommt und auf seinem MacBook ein letztes Mal die Wellen- und Windverhältnisse entlang der Küste von New Jersey checkt. Morgan und Josh sind die Inhaber von „Saturdays“, dem einzigen Surf-Shop von New York. Beide kommen von der Westküste, Josh aus Seattle, wo man am Freitagnachmittag zum Snowboarden in die Berge fährt, und Morgan aus Südkalifornien, wo Surfen im Sportunterricht Pflichtfach ist und manche Banker in der Mittagspause in die Shorts steigen, um ein paar Wellen zu reiten. Und beide wollten auf diesen Lebensstil nicht verzichten, als sie nach New York kamen. Sie wollten beweisen, dass man auch hier anders leben kann, als sich nur bei der Hatz nach Geld und Erfolg aufzureiben, wollten den freien Lebensstil der ewigen Jagd nach der perfekten Welle in die Stadt der Ambition und der Atemlosigkeit importieren.

Und warum auch nicht. Strand und Wellen gibt es in New York genügend. Nur eine halbe Stunde mit der U-Bahn entfernt, noch auf dem Stadtgebiet, liegt neben dem Kennedy-Flughafen die Halbinsel Far Rockaway. Die Leute, die dort in den Plattenbauten am zehn Kilometer langen Strand leben, surfen schon seit Jahrzehnten. Gleich dahinter fängt Long Island an mit 300 Kilometern Küstenlinie. Am äußersten Zipfel der Insel, in Montauk, schwellen zur Orkansaison im Herbst die Wellen bis zu vier Meter hoch. Und in Richtung Süden schwappt der Atlantik bis hinunter nach Atlantic City auf feinsten weißen Sand. Nach Sandy Hook, dem nördlichsten Strand von Jersey, kann man vom Südzipfel Manhattans aus sogar mit der Fähre fahren.

surf© CLAUS BIERSCHNEIDERAuch an der Ostküste gibt es Wellen: Morgan Collett in Aktion
Jeder will nur noch eine Welle reiten – und noch eine

Rund um das „Saturdays“ hat sich eine kleine Surfer-Community gebildet, die tagsüber den efeuüberwucherten Hinterhof des Ladens im Szene-Viertel SoHo bevölkert und gemeinsam rausfährt, sobald der Wind und die Wellen günstig sind. So wie heute früh. Es ist nicht einmal halb sechs, als die Kolonne von drei Autos die Mautstation am Ausgang des Holland Tunnel in New Jersey passiert, die Dachgepäckträger mit Boards voll gestapelt. Als es um Viertel nach sechs dämmert, sieht die Welt schon viel freundlicher aus. Der „Saturdays“-Konvoi biegt auf den Parkplatz von Monmouth Beach ein; acht müde Gestalten schlurfen an die Strandpromenade, lehnen sich an das Geländer und blinzeln durch dunkle Sonnenbrillen in die aufgehende Sonne, deren Strahlen fröhlich über das Wasser tanzen.

„Auf geht’s, Jungs, Surfen macht Spaß“, sagt Morgan nach zehn Minuten des stummen, meditativen Wellenstudiums, nicht zuletzt, um sich selbst dazu zu motivieren, in das zwölf Grad kalte Meer zu springen, in vier Millimeter dicken Neoprenanzügen. Eine Viertelstunde später kommt Morgan mit einem breiten Grinsen und seinem Board unter dem Arm von ganz weit außen den Strand hinuntergelaufen. Er ist gerade eine Drei-Meter-Welle geritten, bis er Sand unter dem Kiel hatte, und hat dabei den „salzigen Jungs aus Jersey“, wie er die Homeboys von hier nennt, gezeigt, was die New Yorker Wellenreiter so draufhaben. Drei Mal hat er das Brett dabei gegen die Wellenrichtung gewendet, ist mit seinem kleinen, wendigen Board senkrecht über den Kamm in die Luft geschossen und nach einem Snowboard-artigen Dreher wieder präzise im Wellentunnel gelandet. Zwei Stunden und ein gutes Dutzend Wellen später fällt Morgan ein, dass in Manhattan ein Geschäft auf ihn wartet. Mit größter Mühe sammelt er Josh und die anderen ein, die bei ihm im Laden arbeiten. Jeder will nur noch eine Welle reiten. Und noch eine. Und noch eine.

Hochbetrieb im „Saturdays“

Um halb elf erscheint das alles nur noch wie ein Traum. Joshs Kombi steht im dichten Verkehr der völlig verstopften Canal Street. Taxifahrer hupen, Fahrradkuriere drängeln sich zwischen Stoßstangen hindurch und fluchen, Polizisten blasen verzweifelt in ihre Trillerpfeifen. Josh und Morgan bearbeiten beide hektisch ihre Blackberrys, machen Termine, ärgern sich mit Nähereien für ihre T-Shirts in Hongkong und mit Fotografen herum, die ihre Herbstkollektion schießen sollen.

Als sie in der Crosby Street ankommen, ist bereits Hochbetrieb im „Saturdays“. Das Bürovolk aus dem Viertel steht an der Espressobar Schlange und wühlt nebenbei durch die Strandmode, die den rustikalen Raum mit seinen rohen Backsteinwänden füllt. Schließlich steht der Sommer vor der Tür. Als Josh und Morgan ihre Bretter und die Taschen mit den Surfklamotten in das Büro im Keller pfeffern, um sich an die Arbeit zu machen, rieselt ein Häuflein Sand aus New Jersey auf den Waschbetonboden. „Morgen früh Rockaway?“, fragt Josh seinen Kumpel. Morgan nickt, blinzelt ihm zu. Morgen früh Rockaway, was sonst?

Quelle: F.A.S.