Palma stinkt! Mir nur ein bisschen, Ronja dafür sehr. Aber insgesamt erleiden wir schon einen ziemlichen Schock. Nach vier Tagen Naturerlebnis pur, Nächten im Wald und Duschen am Strand, erscheint uns die Hauptstadt Mallorcas wie der reinste Moloch. Der Stadtstrand, den wir hoffnungsvoll aufsuchen, ist grausam. Dahinter die vierspurige Straße, ist das Seenebel oder Smog, wir sind uns unsicher. Da hilft nur eine Bar. Wir pilgern weiter und finden in einem Estrella Damm. Der Nachmittag geht über in den frühen Abend. Wir müssen heute noch etwas durchhalten. Der Plan ist auf dem Flughafen zu nächtigen, da der Flieger schon morgen früh um sieben geht. Am besten hält man durch mit Essen. Wir suchen uns im Viertel Santa Catalina eine nette Tapasbar und schmausen bis es dunkel ist. Dann fährt der Bus und bringt uns an den Aeropuerto. Und zu unser wohl ungemütlichsten Nacht auf der Bank eines geschlossenen Foodcourts. Jeder Wald mit Getier wäre mir lieber gewesen als die brummenden Geräte, der piepsende Putzwagen und die schlurfenden Koffer. Trotzdem bleibt ein philosophischer Rest. Wir sind in transit. Kurz vor der Rückkehr in den Alltag nocheinmal zwischen den Welten, der Flughafen als Nichtort nährt in uns das Gefühl von Unkonventionalität. Die Idee von Abenteuer und Alternativen. Der nächste Mai wird kommen. Adios Mallorca, du Schöne!
DAY 5: Palma City Blues















