Der wilde Surf kracht gegen die Felsen in der Brandung, nicht wüstenrot, sondern weiß von Seevogelkack, nur schemenhaft zu erkennen wenn, an Tagen des Nebels, sich die Küstenlandschaft in einen milchigen Schleier mystisch verhüllt. Dann strecken sich Äste bizarr aus dem Sand, in der Ferne tauchen Geister auf, bis in der Nähe sie zu Gefährten, streifenden Strandwanderern, werden. Goldene Tage, an denen die Sonne durch die Pinien und ihr Licht sich auf der Wasseroberfläche bricht, Der Pazifik mal weiß und windgepeitscht, mal beschaulich und blau – aber niemals zahm. Diese Wasser sind wild, es donnert die Brandung als immerwährende Hintergrundmelodie. Am Strand, mächtige Stämme bleich gespült, über Wanderdünen kreisen Möwen picken Krebspanzer im mäandernden Devils Creek, der sich aus dem Hinterland hinaus ins Meer windet und Reflektionen in der Abendsonne spiegelt. Manchmal Erinnerungen, an die Westküste Neuseelands, manchmal sehe ich auch Sylt im Strandhafer der Dünen. Jeden Morgen, jeden Abend, barfuß, mit Kaffee in der Hand, in Laufschuhen über den ebbeharten Sand während die auslaufenden Wellen an den Laufschuhen lecken, die Nase im Wind, das Herz poetisch. An der Küste von Oregon.











