A Little Spark of Madness

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Logbucheintrag um den 18. September, Koordinaten Süd 8°42’00.56 Ost 115°27’08.07

„Ay, verfluchte Meuterei. Die Black Pearl gestohlen. Mich hat man über die Planke laufen lassen und in fremde Gewässer ausgesetzt. Nun stake ich im Kahn durch Seegrasfelder. Der Rum ist leer, nur warmes Bintang in den Fässern. Affe und Papagei verloren, die Crew in Gefangenschaft. Die Sonne brennt senkrecht vom Himmel und an meinen Stiefeln knabbern schon die Krabben. Die Hoffnung schwindet….doch, da! Land! Land in Sicht! Eine Insel! Barbossa, behalte die Pearl, du Schuft. Behalte den Affen und den Vogel und die Crew, behalte sie alle! Ich lasse mich nieder und mache mich selbstständig. Unter Davy Jones‘ Fuchtel kann ich nicht mehr atmen. Von nun an beherberge ich gestrandete Piraten in meinem Beach Club „Le Pirate“. Hier wird der Rum niemals ausgehen und ein Schiff brauche ich auch nicht mehr. AHOI, das wars, ich bin im Paradies!“

So sieht die Gründungsgeschichte unser ersten Unterkunft auf Ceningan sicher nicht aus, wir haben uns bei der Ankunft allerdings so abgekämpft wie ausgesetzte Piraten gefühlt: salzverkrustet, überhitzt und mit akutem Flüssigkeitsmangel (ob nun Wasser oder Rum). Alles jedoch ohne Weiteres zu ertragen im Austausch gegen das Paradies, das auf uns wartete. Lina steht ein bisschen sprachlos da und sagt ‚Sag mal, das kann doch nicht sein, dass wir immer so ein Glück haben, oder?’In Neuseeland haben wir 2008 schon mehrfach das Paradies gefunden: der endless summer in Raglan, das beach house auf Jackett’s Island, die Van Dykes in Nelson, die Imhoofs im Gibston Valley, Raine’s cliff Villa bei Wellington. Was machen wir nur richtig, dass uns auf Reisen das Glück umgibt wie ein Heiligenschein? Es klebt an uns wie ein Film von sunscreen auf der Haut, oder jetzt gerade eben wie die Schweiß-Salzkruste. Medewi war ein Highlight, wir dachten mehr geht nicht. Und jetzt? Sitzen wir auf Nusa Ceningan auf der Holzterasse vor unser türkis-weißen reetgedeckten Hütte mit Hängematte und sehen die Sonne orangerot im Meer versinken. Aus der Küche strömt ein Durft von Knoblauch und asiatischen Gewürzen, aus der runden Poolbar dringen sanfte chillout Klänge und mit uns teilen nur 6-8 Leute dieses zauberhafte Fleckchen Erde. Man kann sicher einiges tun, sich aber ganz sicher nicht über unser Glück beschweren.

Der Rhythmus ist einfach und gesund: Früh aufstehen, den Sonnenaufgang sehen und die Kühle des Morgens genießen. Früchte und Toast frühstücken, danach die Boards aufs Mopped schnallen und ab nach Lembongan, surfend richtig aufwachen. Dann Strand und kalte Cola. Lesen. Baden. Lesen. Baden. Nasi Goreng oder Mie Goreng zum Lunch. Surfcheck. Je nachdem Surfen oder Baden. Lesen. Baden. Hmm…Bananabreadgelüste..Boards aufs Mopped, weiter zum Bali ECO Deli. Kaffee und Kuchen. Moppetierend zurück nach Ceningan. Chillen. Laufen oder Lesen oder Blog schreiben. Pool. Sonne untergehen sehen. Duschen. Ist schon Dunkel (18:30 Uhr). Essen, wieder Nasi, Mie oder manchmal Club Sandwich. Müde. Spätestens 21 Uhr Licht aus. Um Gottes Willen: 22:15 !!!

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