Manche leuchten

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MANCHE LEUCHTEN

Steht in großen gelben Lettern über dem Eingang.

Und wieder bin ich. Abkommen vom gelehrten Lernpfad. Aus Vorlesungsskripten entschlüpft und Seminaraufzeichnungen vergessen. Auf Weltenwanderung, über Einbandstraßen und Seitenwege, den Wortgewalten ausgesetzt zwischen den Regalen campen und Textverweise als Landkarten nutzen, um sich in neues Terrain vorzuwagen. Schwimme über Grenzen und lasse mich treiben. Von Germanistiklanden nach Anglo-Amerika, ein Abstecher in den Orient und weiter in philosophische Gefilde: Gerade Goethe bei G getroffen, den alten Klassiker – hatte zu viel Wein gesoffen, auf italienischer Reise. Neben Reisebildern aus Italien gibt es bei Dickens Notes from America zu lesen. Haruki Murakamis Eismann schmilzt nicht unter japanischer Sonne – er sonnt sich im westlichem Glanz des Erfolgs. Foucault diskursiert, Derrida dekonstruiert, Lacan schaut in den Spiegel und Butler nimmt gender auseinander. Poststrukturalistische Heiterkeit. Himmel, man kann sie gar nicht alle lesen, aber ihre Ideen – sie sind so schön. Ich kann mich in Bibliotheken nicht besser auf das Lernen konzentrieren. Ich bin unermüdlich bemüht abgelenkt zu sein. Auf Streifzug zwischen den Regalen. Kann mich dem Leuchten nicht entziehen. Um die Ecke zieht sich die Schrift weiter.

MANCHE LEUCHTEN – WENN MAN SIE LIEST. (A. Gide)

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Ein Gedanke zu „Manche leuchten“

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