Mit Ina auf 180 in drei Städten

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Ich bin auf 180. Stundenkilometer. Mit Ina Müller über die Autobahn. Endlich ist das Leben mal wie im Film, stimmungsvoll vertont. Musik und Geschwindigkeit feiern eine Party mit meinen Endorphinen. Ina und ich. Wir singen lauthals – über das Alter, die Liebe, Schuhe und Kindheitserinnerungen. „Ich weiß doch jetzt schon wie es weitergeht, Du bist mein nächstes Déjà vu.“ Ein Nordlicht in Perfektion, ohne den Anspruch daran. „Ich kann und will nicht perfekt sein“. Ich sehe sie mit ihrer Authentizität tanzen, reise mit der rauen Stimme so voll von Sympathie gen Horizont. Ich würde sie überall hinfahren, wenn sie nur nicht aufhört, die Welt noch schöner zu singen. Die Texte wie ein Zucken mit der Schulter, wie ein „so what“, ein „oh well“, seufzend lächelnd dem Schicksal auf die Schulter geklopft, kommt halt alles wie es kommt. Von Hamburg nach Bielefeld nach Stralsund nach Kiel. Drei Tage spread the word für die International Ocean Film Tour – Straßen, Geschäfte, Vereine, Unis, Museen undsoweiter. Die innere Landkarte wieder ein bisschen bunter gemalt, viel gesehen, viel gehört und viel gesprochen.

 Und Kiel, ach Kiel.

Würde ich heulen vor Vorfreude,

könnten meine Tränen direkt in die Brandung der Hafenmauer tropfen.

Ein Meer aus Glück,

Bald gleich vor der Haustür.

Schwappt Welle über Schwelle,

Quasi.

Kann Seetang riechen,

Leinen schlagen hören im Wind,

Die Stenaline Riesen im Vorgarten,

Ihr Tuten wie ein Aufruf zu großen Abenteuern.

Und die Möwen, immer wieder die Möwen.

Wann hat sich mein Süden (wieder) in den Norden verwandelt?

Die Liebe zur Küste gefunden,

Auch wenn noch immer zwei Seelen in meiner Brust herumlungern,

Es lohnt sich immer auf den Berg zu gehen,

Aber ich hoffe der Norden geht mir nie mehr aus dem Kopf.

Dem Herz.

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