Fundstücke

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Die DB hat erstaunlich guten Cappuccino: Milchschaum wie steifgeschlagenes Eiweiß im Speisewagen. Daft Punk ist der Soundtrack dieser Reise. Meine soundcloud, auf der ich nach Süden schwebe. Denn wir schreiben Memoiren vor allem in iTunes Listen. Während Mitteldeutschland in sanften Hügeln an mir vorbeifliegt. Ich durchforste meinen Laptop und finde einen Text vom letzten Sommer, aus meiner Bacherlorarbeitsphase. Wie passend für den Weg nach Passau. Einmal Nostalgie serviert.

Tribute to a wetsuit

Wenn in diesen Tagen so gar nichts im Fluss scheint.

Obwohl ich zwischen drei Flüssen lebe.

Wenn ich mich auf Expedition befinde,

Randgebiete des Wahnsinns zu erkunden.

Weil die Stadt zu klein und die Sehnsucht zu groß ist.

Freiheit so fehlt wie Parkplätze in Passau.

Aber selbst zu befreiendem Roadtrip das Auto fehlt,

um der Freiheit freien Lauf zu geben.

In Fesseln gelegt von Erwartungen,

gelähmt von Auflagen,

geknebelt vom Zweifel.

In diesen Tagen treibt es mich,

in diesen Stunden schnüffel ich:

An meinem Neoprenanzug.

Welle, Welle!

Welle, Welle!

Auf die Schnelle eine Welle,

die vor meinen Augen nicht verschwimmt,

sondern mich mitnimmt

wie der Wind das himmlische Kind,

davon trägt.

Fegt ein Sturm, ein Tornado

der die Teilchen meiner Seele aufwirbelt,

verzwirbelt

und in seinem Auge in der Mitte

die größte Energie – die Sehnsucht – bündelt.

 ( Juni 2012)

Letzter Sommer. Schon ein Jahr gehört die Schustergasse 13 also der Vergangenheit an, ich freue mich regelrecht sie wiederzusehen; kurzer Gedankenausflug, zwischen damals und heute liegen Frankreich, Hamburg, New York und wieder Frankreich als Zwischenstationen auf irgendeinem Weg wohin.  Speaking about time passing: Mein Abiturzeugnis ist auf gestern vor FÜNF Jahren datiert. Und wer soll das jetzt bitte glauben. Aber lassen wir ihn fließen, den Strom der Zeit, und schwimmen und schwingen guten Mutes darin mit. „We’ve come too far – to give up who we are – so let’s raise the bar – in and our cups to the stars – She’s up all night to the sun – I’m up all night to get some – She’s up all night for some fun – I’m up all night to get lucky“. Die in der Junisonne (nicht Junimond !) leuchtenden Weinberge von Würzburg tauchen vor uns auf, knapp 2,5 Std bis München. Dann im Regionalzug nach Passau zuckeln. Moin moin Bayern!

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