Elementare Teilchen. Sandkörner. Wasserpartikel. Elementar wichtig. Berauscht und beschienen, von Wellen und Sonne. Schon völlig verstrahlt. Liege ich auf meinem Boardbag, den Kopf im Schatten. Meine Nase ist schon ganz rot. Könnte aber auch noch von der Erkältung kommen. Der Schlaf der letzten Nacht geht mir auf jeden Fall ab. Der 20 Jahre alte Opel Omega hat uns von Hamburg die 1800km nach Frankreich gebracht, über Nacht. Einmal kurz Reifenwechsel bei Frankfurt, das war allerdings geplant. Heute morgen vor allem Nebel, noch sehen wir nirgens die ersehnten Pinienwälder. Um 9 Uhr Ankunft in Contis Plage, Südfrankreich. Atlantikküste. Und die Sonne scheint. Fast windstill. On est arrivée!
Und natürlich mussten wir gleich erste Wasserkontakte knüpfen. 13°C Wassertemperatur. Wie dankbar ich für mein langärmliges Lycra und die Booties bin. Und dazu entspannte kleine Wellen, wie man sie sich nach 8 Monaten Brettpause (geht gar nicht!) nur wünschen kann. Und trotzdem melden sich natürlich ganz schnell die Arme. Aber ich bin froh, dass Surfen etwas vom Radfahren hat und man das Boardgefühl irgendwie nicht verliert. Die Euphorie spielt eh mit. Die ersten Schritte ins Wasser, ungeduldig gegen das hereinströmende Wasser ankämpfen und dann findet der Bauch das Brett, der Körper die Mitte. Und der Geist sowieso. Man ist im Element. Wasser. Paddelt dahin, über die Wellenkämme, mit regelmäßigen ruhigen Armzügen. Bis ins line-up. Willkommen zurück.
Noch sind wir im Haus in Contis, morgen ziehen wir ins Zelt nach St. Girons. Und dann wird aufgebaut. Die kleine Zeltstadt am Ende des Campingplatzes errichtet. Da gibt es dann auch wirklich kaum noch Internet. Dann sind wir wirklich im Waldmodus. Aber heute Abend genießen wir nochmal den Luxus von einem Haus auf der Düne, direkt am Meer, eine Nacht in einem warmen Bett und natürlich die Wifi Verbindung. Bonne nuit.





















