Blaue Linien

 

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Die Reeperbahn ist Teil der Strecke, wie immer. Durchs Rotlichtviertel bei Tageslicht. Aber wir gehen nicht auf den Strich, wir laufen. Entlang der blauen Streifen, die sich seit Dienstag wieder durch Hamburg ziehen wie Indizien einer Schnitzeljagt wirken. 15.000 Schatzsucher werden Sonntag beim Hamburg Marathon ihre Beine strapazieren, Knie und Rücken und Bänder aller Art riskieren. Um das Adrenalin, den Kick zu spüren. Mit Glückshormonen um sich zu schmeißen – in Erwartung des runner’s high. Möglichst lange locker dahin traben, die Gedanken beschäftigen und die Aussicht an der Elbchaussee und der Außenalster genießen, bis spätestens in Ohlsdorf der Mann mit dem Hammer sich zu Wort meldet und irgendwo hinter dem nächsten Getränkestand auftaucht. Wir werden sehen. Bis dahin gilt es dem Körper Ruhe zu geben (zum Beispiel Erkältungen loswerden, so unnütz aber auch!), mit Dehnung Wunder bewirken und Kohlehydrate futtern. Damit am Ende niemand zu einem sagt (wortwörtliches Zitat – vorhin bei der Startnummernausgabe in der Karolinenstraße, Zieleinlauf, aufgeschnappt –  eines kleinen Jungens auf dem Rad, hinter seinem Vater fahrend): „Ah, ich weiß was die hier machen. Die bauen das Ende auf. Das kenn ich hier. Das ist doch da wo es dir letztes Mal so schlecht ging, wo du so ganz weiß um den Mund warst.“ Also dann, lasst uns laufen!

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