Eastcoast Roadtrip mit Karo – Tag 6

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Freitag, den 05.04.2013

Wir erwachen an diesem Freitagmorgen und sind überraschender Weise nicht erfroren. So kalt wie erwartet war die Nacht nicht. Der erste Blick nach draußen lässt uns mit gemischten Gefühlen in den Tag starten, es ist ziemlich grau am Horizont. WIr bemerken, dass wir unsere Laufschuhe im Kofferraum vergessen haben – die sind noch nass vom Strandlauf vorgestern. Verdammt. Jetzt wissen wir auch was die (wahre) Quelle des Fischgeruchs war…Im luxuriösen Toilettenhäuschen der Raststätte trocknen wir also unsere besten Freunde unter dem Handtrockner, damit sie uns später in den Bergen trockene Dienste leisten können. Dann brechen wir auf nach Asheville, eine kleine Stadt in den Appalachian Mountains, die ohnehin nur noch 20 Minuten entfernt liegt. Dort kaufen wir ein bisschen Vorrat ein – die ultimative ALDI experience, da mussten wir natürlich hin – wir wissen ja nicht wie viel Zivilisation uns in den nächsten Stunden über den Weg läuft. Wir fahren weiter Richtung Blue Ridge Parkway, einer scenic route, die man uns empfohlen hat. Das Wetter wird leider eher schlechter als besser. Dichte Nebelsuppe umgibt uns, als wir eine ziemlich eng gewundene Serpentinenstraße hoch und wieder hinunter kriechen. Wir fahren ein Weile, lassen die Aussichtspunkte links (rechts) liegen, man sieht eh nix. Landen schließlich irgendwie auf einer gravel road, die sich 15 Meilen durch Wald und noch mehr Wald schlängelt. Wir fragen uns, wie robust unsere Reifen eigentlich sind und wo zum Teufel wir hier rauskommen… Aber dann: Wenn Engel reisen freut sich das Wetter, hat unsere Grundschullehrerin schon immer gesagt. Die Sonne bricht gen Mittag durch die Wolken und plötzlich ist kein Weiß mehr am Himmel zu sehen. Der Himmel ist blau, so blau. Wir erreichen unsere erste Wanderroute: Der Weg zu den Linville Falls. Springen freudig aus dem Auto und verschaffen unseren Beinen die Bewegung, die sie schmerzlich herbeigesehnt haben. DIe ganze Natur hier erinnert mich an die canadischen Rockies. Eine kleine Stadt namens Blowing Rock, in die wir später kommen, erinnert mich an Jasper und Banff. Wie passend, dass wir uns in den Blue Ridge Mountains bewegen und auf das Shenandoah Valley zufahren. Sang doch John Denver schon in einem sehr bekannten Song von diesen Plätzen. Wir fühlen uns am richtigen Ort und ein bisschen wie im Märchen. Wir rollen weiter, fahren in den idyllischen Abend hinein. Assoziationen reißen nicht ab. Auf canadische Wildniss folgt Bayerisches Voralpenland, diese malerische Abendsonne, die grünen weiten Wiesen.Später parken wir vor McDoof und trotzen dem Drive In mit einem (Aldi) Dinner deluxe  im Auto. Wir haben noch einige km vor uns. Mal sehen, wie weit wir es heute Abend noch schaffen. Morgen um 15 Uhr muss das Auto wieder in NY sein.

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Zu diesem Bild: Karo kommentiert unsere tägliche Suche nach WiFi „Man ey, wir sind ganz schön internetabhängig“. Tja, wat soll man machen, ist halt heutzutage so.

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