Country, Theater, Bier und die Biege machen

Moin moin, kann man schon sagen. Die Uhr oben rechts auf dem Desktop zeigt 0:32 Uhr. Ich gähne und blicke mich im Zimmer um: Ein einziges Chaos. Der Backpack liegt halb gepackt auf dem Boden, viel zu viele Klamotten. Wie immer. Ich würde jetzt sehr sehr gerne schlafen gehen, aber das ist für heute Nacht nicht eingeplant. Warum? Erzähle ich später. Erst gibt es ein kleines update der vergangenen Tage:

Nachdem wir Nemo also offensichtlich unbeschadet überstanden hatten und auf den sonnigen Samstag auch noch ein überaus schöner Sonntag folgte, endete das Wochenende mit einem Konzert. The Choir Diary, eine vierköpfige Countryband, versorgte uns mit erstklassiger Countrymusik in einem stylischen Westernsaloon in Brooklyn. Die vier sind wirklich großartig.

Gestern morgen wurde unser Büro von Harmonie durchflutet…diese zwei Herren trainierten ihren gleichmütigen Geist auf dem Nachbardach. Das gute Karma zog praktisch durchs offene Fenster zu uns herein. Herrlich. Vielleicht sollte ich doch wieder anfangen zu meditieren. Über den Dächern von NY hat das auch wirklich Stil.

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Inzwischen bin ich übrigens ein richtiger Ami geworden: Ich habe drei Jobs. (Kleiner Witz am Rande, von unserem Englisch Tutor Milosevic: Bill Gates in a public speech: „We have created a lot of jobs in the past“. A man in the front row shouts: „I know Bill, I have got three!“) Neben dem Praktikum im GBO gehe ich also gelegentlich Babysitten bei einer deutschen Familie und gerade habe ich drei Abende im Theater ‚Usher‘ gespielt. Also nicht den Sänger imitiert oder so, sondern  ganz schlicht Karten abgerissen und alte Leute in ihre Sessel platziert. Für das Stück einer österreichischen Schauspielerin, Mercedes Echerer, die zur Zeit eine Woche hier gastiert. Ziemlich lustig und ziemlich gut gespielt…wie man das eben so macht, wenn man in einem EInmannstück 32 Rollen inkl. verschiedenster Dialekte verkörpert. Respekt!
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Ach ja, und dann ist Anton plötzlich in New York aufgekreuzt. Da sagen wir mal wieder „Danke, Facebook“. Ohne den virtuellen Schuppen wären wir nämlich niemals zum beer tasting gekommen. Eindeutiger Favorit: Purple Haze aus Louisiana. Aber das Brooklyn Lager (‚Lychee Bier‘) kann auch was. Dunkles Ale kann dagegen garnüscht.
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image_1360740391032573Organische Drogen….Whole Foods sagt, wenn man eine Kapsel mit dem ersten Drink einnimmt, dann gibts am nächsten morgen keine Kopfschmerzen. Ich war in der Tat sehr fit heute. Da muss ganz viel Placebo Wirkstoff drinnen stecken.

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Es ist 1:37 Uhr. Wenn diese Bettdecke mich nur nicht so anlächeln würde. Aber jetzt noch eine Stunde zu schlafen macht die Müdigkeit eher schlimmer. Ich gehe besser Duschen. Der A train fährt um 3:30 Uhr zum Kennedy Airport. Um 7:30 geht mein Flieger. East to West. Am Montag ist Feiertag  und Donnerstag/Freitag ist diese Woche mal frei. Urlaubstage ausnutzen, d.h. es ist Zeit für eine kleine, inneramerikanische Reise. SAN FRANCISCO, CALIFORNIA. Adieu, ich verkrümel mich in die Sonne.

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